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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 199

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
[Rezension] / G.
Date
1835-01-01
Page
Seite 199 (sequence 2)
Language
German
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herausgegeben von Lippmann. 199 kann uns oft den Charakter ganzer Zeiten verdeutlichen, und sehen wir ihn, den sonst Hellsehenden, gar sich in einem Irrgarten abmühen, so lernen wir die Schattenseite seiner Zeit um so genauer kennen, und dies ist für uns, die Söhne und oft Knechte der Vergangenheit, eine sehr heilsame Lehre» Am Geeignetsten wird zu einer Belehrung der Art ein Mann, der nicht mit kräftig selbstständigem Geiste eine ganz eigene Bahn gebrochen, nicht in sich selbst eine Consequenz angestrebt und erlangt hat, welche ihn zwar nicht von allen bewegenden Ideen der Zeit losgeriffen, aber ihn doch verhindert, an allen ihren oft einander durchkreuzenden Richtungen Theil zu nehmen, sondern dessen Wesen gerade darin bestand, in beständigem Hin- und Herschwanken, aber mit hervorragendem Geiste und Scharfsinn, alle geistigen Momente seiner Mitwelt in sich auszubilden, ohne aber zu einem hohem Bewußtsein über sie gelangt zu sein und ohne durch sine völlige Durchbildung in sich Manches abzustoßen. Ein solcher Mann war Abraham ben Meir Ebn Esra, der der damals weit geförderten nach richtigen philologischen Principien verfahrenden Bibelexegese und den Sprachstudien mit philosophischem Freisinne sich anschloß, aber auf der andern Seite ebensowohl astrologischen Spielereien, wie dem eine freie Exegese hindernden Traditionszwange sich ergab. Ein Beispiel nun hievon, von einem spielenden Suchen der Bedeutsamkeit der Zahlen, namentlich der Buchstaben, welche den vierbuchstabigen Namen Gottes (Tetragrayrmaton) bilden, wofür ohnedies seine Schriften, namenlich sein Commentar zu 2. Mos. 3, 15, so viele Belege bieten, liefert uns hier Hx. D. Lippmann durch die Herausgabe des anzuzeigenden Büch-

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