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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 135

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
England [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 135 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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135 Nachrichten aus der Synagoge. dem diesjährigen Parlament wieder eingebrachte Bill von Wichtigkeit, der Antrag auf sogenannte Emancipation der Iuden. Die Zahl derselben ist in England so gering, daß die Maßregel praktisch kaum merkbar sein würde; aber das veränderte Prchcip wäre von großer Wichtigkeit gcwesendcnn England würde aufgehört haben, ein christlicher Staat zu sein. Dies fühlte die kirchliche Partei im Parlamente auch sehr wohl und ließ sich durch die scheinbar praktische Gleichgültigkeit der Sache, so wie durch die Redensarten von Verfolgung und Bedrückung, womit die Minifterialpartei zu schrekken gesucht hatte, nicht irre machen; und obwohl im Unterhause die Bill mit einer nicht unbedeutenden Majorität durchging, erhielt dennoch die Gegenpartei im Oberhause einen sichern und entschiedncn Sieg." Wir brauchen das Verrücken des Standpunktes kaum anzudeuten. 4*2 (Konstantinopel, 25. Febr.) Die türkische Zeitung berichtet die von der israel. Nation nachgesuchte Ernennung und Dekorirung eines Chacham Beschis, welchem Ersuchen soweit entsprochen wurde, daß der bisherige Vikar zu ernannter Stelle ernannt und ihm von der Pforte der dem Patriarchen ertheilte großherrliche Orden verliehen wurde. (F. I.) 2*2 (Konstantinopel,28.Febr.) Wir lesen Nachstehendes im offiziellen Theile des türkischen „Moniteurs": „Es ist in diesem Blatte (im Moniteur ottoman) angezeigt worden , daß die griechischen, armenischen und armenisch-katholischen Patriarchen von dem Sultan die Ehrcndekoration erhalten haben. Die jüdische Nation, die ebenfalls durch ihren Groß-Rabbinen vertreten wird, erwartete sehnlichft, daß die kaiserliche Gnade auch sic, in der Person ihres religiösen Chefs, mit demselben Zeichen der Huld und der Gleichheit zu beehren geruhen werde. Bis auf diesen Tag hatten die Juden im osmannischen Reiche das Recht, ihren Groß- Rabbinen zu wählen und abzusetzcn, ohne die erhabene Pforte im Geringsten von den Beweggründen solcher Veränderungen in Kcnntniß zu setzen und ohne Rechenschaft von ihren Handlungen zu geben. Nunmehr ist mit den Notabel« dieser Na-

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