Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten des zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 21)
- Language
- German
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des zweiten Jahrtausends. 33 auch die strengtalmudische Gelehrsamkeit war sehr verbreitet. Als Männer, die nun ganz besonders Epoche machten, die die ganze Masse philosophischen Wissens, welche in der Zeit lag, aufnahmen, sie nach ihrer Individualität verarbeiteten und die religiöse Philosophie mächtig förderten, zeigen sich besonders dreir^Ppchai ben Joseph der Ältere *), Juda ben Samuel Hallevi, beide aus Cordova, und Abraham ben Meir, berühmt unter seinem Familiennamen Ebn Esra, aus Toledo, alle im zweiten Viertel des zwölften Jahrhunderts blühend. — Es hatte damals die griechische Philosophie, wie sie von den Arabern aüfgefaßt wurde, schon eine große Bedeutsamkeit erlangt; alle die großen und wichtigen Fragen, die die Religionsphilosophie zu lösen hat, waren schon zum Bewußtsein gekommen. So strebte nun die griechische Philosophie, die sich ganz auf menschlichem Standpunkte und vim ihm heraus gebildet hatte, welche namentlich bei Aristoteles, dem damaligen Alleinherrscher auf dem Throne der Speculation, überall den natürlichsten Weg einzuschlagen sucht und alle Einwirkung einer Gottheit möglichst entfernt, auf der einen Seite, und der positive Offenbarungsglaube, der schon in dieser Lhatsache der Offenbarung eine selbst die Gränzen einer gewöhnlichen Vorsehung überschreitende Einwirkung Gottes anerkennt, noch mehr durch seine Annahme einer Weltschöpfung aus Nichts und durch die Bestätigung der Wahrheit dieser Religion durch Wunder, die gerade Sein Zeitalter setzen die Historiographen gewöhnlich zu tief, vgl. Rapopvrt: Nathan A. 40. 3