Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1932)
- Article
- Isaak Pinieff
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 379 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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JSSAK PINIEFF 379 Nelson: Nicht so — euere vier Leute werden in die Exekutive kooptiert, sie wird also aus neunzehn Personen bestehen. Pinie f 1: Uni so schlimmer! S h aps: Es ist nicht gar so schlimm — wenn wir nur erst darin sitzen! Pinieff: Was werdet ihr dort tun? Shaps: Wir werden von innen her Minierarbeit leisten. Pinie ff: So nieint ihr? Shaps: Daran zwreifle ich keinen Augenblick. Bergmann: Vier gegen neunzehn ist kein so schlechtes Verhältnis. Und wenn es uns gelingt, einige von den neunzehn zu uns herüberzuziehen, so können wir bald die Majorität haben. N el s o n: Sehr richtig! Shaps: Das meine ich doch mit der Minierarbeit, die wir leisten können! S i 1 v e r s t e i n: Ich glaube, das wäre der beste Weg. Piniefl (slark): Wenn ihr das Angebot annehmt, trete ich vor die Vollversammlung und erkläre, daß ihr die Interessen der Arbeiter für einen Sitz in der Exekutive verkauft habt! (Die anderen sind nahezu starr vor Erstaunen.) Nelson (gewinnt (ds erster die Fassung wieder): So spricht ein Wahnsinniger oder ein Provokateur! Pinieff: Sie werden dieses Zimmer sofort verlassen! Nelson: Es wäre im höchsten Grade unverantwortlich von mir, mit Ihnen noch weiter beisammen zu Ideiben! Jetzt weiß ich, was ich zu tun habe! ( a b). Shaps: Das fehlte noch! Jetzt haben wir den auch noch gegen uns! Bergmann: Ich vermute, Sie haben nicht ausgeschlafen, Pinieff. Wie dürfen Sie sagen, wir hätten die Interessen der Arbeiter verkauft? Wir dienen den Interessen der Arbeiter genau so treu wie Sie. S h aps: Gewiß. Silver stein: Ich bin als Arbeiter grau geworden. Bergmann: Und Sie meinen, die Arbeiter werden Ihnen glauben, wenn Sie ihnen das erzählen?! Die Arbeiter kennen mich und ihn (auf SUverstein deutend) länger als Sie. P i n i e f f: Wie, glauben Sie wohl, werden die Arbeiter die Sache ansehen, selbst wenn ich schweige? Wem wollen Sie einreden, daß es Ihnen gelingen wird, die Majorität zu erlangen? Sehen Sie denn nicht ein, daß dieses Anbot genau dieselbe Absicht verfolgt wie die Stelle, die man Ihnen angeboten hat, Bergmann? Bergmann: Eine Stelle und vier Sitze in der Exekutive sind zwei ganz verschiedene Dinge. S h a p s: Ich glaube, es wäre besser, das Angebot anzunehmen als es auf einen ,,frame up" ankommen zu lassen. Berg man n: Wir müssen uns nicht sofort entschließen. Wir alle sind übernächtig, überdies brauchen wir nähere Einzelheiten. Ich bin überzeugt, daß Nelson sie kennt. Ich gehe zu ihm. Pinieff: Bergmann, ich weiß, Sie sind ein ehrlicher Mann. Jeden von euch dreien halte ich für ehrlich. Aber ihr begebt euch auf einen abschüssigen Weg, wenn ihr das Angebot annehmt. Ich lehne es unter allen Umständen ab.