Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1932)
- Article
- Otto Heller: Der Untergang des Judentums [Rezension]
- Date
- 1932-07-01
- Page
- Seite 360 (sequence 2)
- Language
- German
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MENORAH 360 kommt er nicht als Ergebnis einer ideologischen, sondern einer politischen Konstellation zu den in seinem Buche dargestellten Resultaten, die jedoch für das kommende Entwicklnngsgeschehcn, weil in der jüdischen Geistesverfassung nicht begründet, als belanglos erscheinen. //. P ANA IT ISTRAT1: FRLUNOSCH AI« T ODER EIN TABAKLADEN. Verlag l'Uillen & Loening, Frankfurt a. M. Einige Erzählungen aus der wunderlichen Wanderschaft des Adrian Zografti. liier bewahren sich die Rindungen zwischen Müiin und Mann, die als höchsten Triumph die Opferfreudigkeil und Hilfsbereitschaft in jedem Unglück und Elend kennen. Dichterisch dargestellt ist das im Westen Europas so ungewohnte und unbekannte Milieu der griechischen Siedlung in Ägypten, das unwahrscheinliche Leiden der Schwnmmflscher und die frohe Lebenslust jener Menschen, die wie Zugvögel in den Häfen des Miltelmeeres schwärmen. —im. JOSEF GROZ1NGER, Geschichte der jüdischen Philosophie und der jüdischen Philosophen von Moses Mendelssohn zur Gegenwart. Erster Rand: Von Moses Mendelssohn bis Salomon Maimon, Philo-Verlag 1930. Man wird dieses Buch freudig begrül.Wn, weil erstens die Geschichte der jüdischen Philosophen nach Mendelssohn fast noch gar nicht eingehend behandelt ist, zweitens weil der Verfasser die allgemeine Philosophie genügend kennt und die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit der jüdischen Philosophen gegenüber den zeitgenössischen oder früheren Weltphilosophen gut darzustellen vermag. Wir finden hier eine eingehende, die einzelnen Gebiete der Philosophie umfassende Betrachtung der Philosophie von Mendelssohn, von seinen Nachfolgern (Wessel}', Markus Herz, Rendavid) und von Salonion Maimon, bei dem der Vergleich mit Kant zwar durch seine Arbeiten geboten, doch sehr gut ausgearbeitet ist. Eine große Anzahl von Anmerkungen verweist auf Literatur und bietet auch sonst wertvolle Angaben. Das Ruch ist in leichter Sprache geschrieben und sucht die mathematisch-philosophischen Probleme dem Verständnis gut nahezubringen. Es ist zu wünschen, daß die Arbeit genügend Beachtung erfährt, so daß die Fortsetzung erscheinen kann; für diese muß man unbedingt den Wunsch eines korrekteren Druckes vorbringen; denn der vorliegende Rand enthält unheimlich viele Druckfehler, von denen nur ein sehr geringer Teil richtiggestellt ist. Rabbiner Dr. A. Posner. SCHALOM ASCH: WORAN ICH GLAUBE. Von der (ieltung zur Persönlichkeit. Verlag Paul Zsolnay, Wien. Dieses temperamentvolle Bekenntnis, geschöpft aus der glaubensliefen Inbrunst einer großen Persönlichkeit, zeigt den Epiker Asch als bildhaften Denker von lebendigster Anschaulichkeit. Das Bündchen ist eine willkommene Ergänzung der Autobiographie. JÜDISCHES JAHRBUCH Füll ÖSTERREICH. Unter diesem Titel erscheint in Bälde ein Almanach für das jüdische Kalenderjahr 5093 (19:12/33), herausgegeben von Löbel Tau- Ii e s und Chajim B 1 o c h. Dieses Jahrbuch soll das Sinnbild friedlichen Schaffens des österreichischen Judentums sein und keiner Sonderpartei dienen. Es soll das Lehen der österreichischen Juden und deren geistige Interessen veranschaulichen. Das Jahrbuch wird ein ausführliches Verzeichnis aller jüdischen Gemeinden Österreichs sowie deren religiösen, sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Körperschaften bringen. Wertvolle literarische Beiträge namhafter Vertreter des jüdischen Schrifttums bilden den weiteren Inhalt dieses Jahrbuches. JOHANNA ABELES & SOHN MIEDERSPEZIALITÄTEN WIEN, I, ROTENTURMSTRASSE 23 Herausgeber, Eij;entümer und Verleger Dr. Norbert und Josefine H offmann, Wien, I„ Zelinkagasse 15. Verantwortlicher Redakteur Josefine Ii off mann, Wien, I., Zelinkagasse 15. Druck der Waldheim-Eberle A. G. (verantwortl.: Adolf Willschke), Wien, VII. Seidengasse 5—11.