Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1932)
- Article
- Karl Hilb ; Walter Fischel ; Karl Lieblich
- Date
- 1932-07-01
- Page
- 278 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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UNSERE AUTOREN £)R. JUR. KARL HILB, Rechtsanwalt an den Berliner Gerichten und Fachanwalt für vorderasiatisches Recht, palästinensischer Advokat. Geboren 1894 in Mannheim, 1912 bis 1914 philosophische, nationalokonomische und rechtswissenschaftliche Studien an den Universitäten Heidelberg, München und Freiburg; 191 ö Feldzüge in den Karpathen, Tirol und Serbien, Ende 1915 verwundet; 1916 bis 1918 Feldzüge in Rußland und Frankreich; 1919 Referendarexamen und Promotion mit der Schrift „Die Rechtsstellung der Ausländer in den jüdischen Gemeinden Deutschlands''. 1919 bis 1922 im badischen Staatsdienst, 1922 Assessorenexamen, 1922 bis 1925 Rechtsanwalt in Mannheim; 1926 nach Palastina, dort Studium des vorderasiatischen, insbesondere des palästinensischen Rechts, 1927 Advokatenexamen in Jerusalem, 1927 bis 1930 als Advokat in Palästina, seit 1930 wieder Rechtsanwalt in Berlin. Verfasser zahlreicher in hebräischer und deutscher Sprache in der Fachpresse erschienenen Aufsätze über rechtsphilosophische Fragen und Probleme des vorderasiatischen Rechts. ^yyALTER FISGHEL, 1902 in Frankfurt a. M. geboren, studierte in Frankfurt, Gießen und Heidelberg, promovierte im Jahre 1924 bei Prof. Franz Oppenheimer zum Dr. rer. pol. und im Jahre 1926 zum Dr. phil. (Orientalia., Islamkunde usw.). Er wurde von Prof. J. Horovitz an das Orientalische Institut der Hebräischen Universität in Jerusalem berufen, wo er seit 1926 an den Forschungsarbeiten des Instituts mitarbeitet. Ende 1930 unternahm Dr. F. eine längere Studienreise nach dem Irak, Kurdistan und Persien, bei der er auch die so unbekannte Lage der Juden in diesen Ländern kennenlernte. Er ist der erste Träger des Lord Plumer-Fellowship für arabislische Studien. Auch auf judaistischem Gebiet hat sich Dr. F. einen Namen gemacht u. a. durch die Herausgabe und Übersetzung von R. Travers-Herford: ,,Die Pharisäer" (Leipzig, 1928). J£ ARL LIEBLICH, am 1. August 1895 in Stuttgart von ostjüdischen Eltern geboren, besuchte das dortige Gymnasium, war Kriegsfreiwilliger, studierte Rechtswissenschaft und entwickelte sich bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr assimilativ. Seinen bei Eugen Diederichs 1 e n a erschienenen Erzählungen rühmt Thomas Mann das Kerndeutsche ihres Wesens nach. Von da an brach sich das Jüdische in ihm immer stärker Bahn. 1931 erschien seine aufsehenerregende Schrift „Wir Jungen Juden", die das theoretische Grundgefüge des schon vorher von ihm gegründeten „Bund für Neues Judentum" enthält. Derzeit wirkt Dr. Karl Lieblich in Stuttgart, wo er den Beruf eines Rechtsanwaltes ausübt. Das Gesicht der Zeit Wir veröffentlichen in dieser Nummer auf Seite 322 ff. vier Porträts jüdischer Denker und Dichter, welche von dem Maler August Rumm (Karlsruhe) im Rahmen eines großangelegten Zyklus: „Das Gesicht der Zeit", gemalt wurden. Rumm, der anfangs der Vierziger steht, ist im Odenwald geboren. Seine malerischen Anfänge fallen nach Schwetzingen und Heidelberg. Rumm verfolgt seil Jahren die systematische Aufgabe, nur geistige Persönlichkeiten zu malen. Immer hat sich der Geist der Zeit im geiseigen Menschen ausgedrückt, nicht im ungeisligen. Dieses anonyme, aber in Wahrheit le^ilime Gesicht der Zeil hat Rumm in einem Bestand von Porträts festgehalten, der ihm das Recht gibt, sich einen Maler einer „Generation der Geistigen" unserer Zeil zu nennen.