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Menorah · 1932-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1932) · p. 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1932)
Article
Der Geist im Wort und der Geist in der Tat
Date
1932-05-01
Page
187 (sequence 1)
Language
German
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MENORAH X. JAHRGANG MAI JUNI 1932 NUMMER 5 0 DER GEIST 1MWORT UNI) DER GEIST IN DER TAT Vorläufige Bemerkungen zu zwei Diagrammen Von Arthur Sc Ii nitzler Nachdruck, auch auszugsweise, verboten Copyright 1^27 by S. Fischer Verlag A. G., Berlin Im folgenden wird versucht, das Gebiet des menschlichen Geistes, erstens insofern er sich durch das W ort und zweitens insofern er sich durch die T a t kundzugeben vermag, insbesondere die B ezieh 11 n g zwischen den U r t y p e n des menschlichen Geistes, schematisch in zwei Diagrammen darzustellen, womit keine W e r t u n g, sondern ausschließlich eine Kategorisierung beabsichtigt ist. Vielen dürfte dieser Versuch kaum mehr bedeuten als eine graphische Spielerei. Auf andere aber wird er vielleicht anregend, ja in gewissem Sinn beruhigend wirken durch Aufklärung scheinbarer Widersprüche, die uns immer wieder bei der Betrachtung und in der Beurteilung von Individuen zu verwirren pflegen, als welche diese Urtypen in der Welt der Erscheinungen aufzutreten genötigt sind. Die erläuternden Bemerkungen zu diesen Diagrammen erheben auf Vollständigkeit oder gar auf Endgültigkeit keinen Anspruch. DER GEIST IM W ORT Dieses Diagramm (wie auch das andere) stellt, wie man sieht, zwei gegenständige Dreiecke mit einer gemeinsamen Basis dar. Das obere Dreieck hat das positive, ins Göttliche, das untere, das negative, ins Teuflische gerichtete Gebiet des menschlichen Geistes zu bedeuten, insoweit er sich durch das Wort kundzugeben vermag. Die linke Seite des oberen Dreiecks steigt auf vorn Priester über den Staatsmann, die rechte vom Philosophen über den Historiker (Kontinualisten) zum Dichter. Die linke Seite des unteren Dreiecks steigt ab vom Pfaffen über den Politiker, die rechte Seite vom Sophisten über den Journalisten (Aktualisten) zum Literaten.

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