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Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Charles Reznikoff: By the Waters of Manhattan [Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 91 (sequence 2)
Language
German
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BIBLIOGRAPHIE 91 unterscheidet sich in Ton und Inhalt merklich von dem zweiten, wie es durch den Wechsel der tragenden Person bedingt ist: im ersten ist diese eine kleine Näherin aus verarmter Familie, die kraft ihrer Redlichkeit und Tüchtigkeit langsam und mit vielen Rückschlägen grade so weit vorwärts kommt, daß sie und ihre Familie zu leben haben; im zweiten deren verträumter Sohn. Es geschieht in diesen hundert Seilen nichts, als daß der von der Familie offenbar als Schlemiehl angesehene Junge sich mit seinen zehn Fingern einen Bücherladen einrichtet — „einrichtet" ist übrigens sehr gut: er stellt ein paar leere Kisten in ein auf Borg gemietetes Kellerloch — daß das Geschäft unwcihrscheinlicherweise geht, und daß der Schlemiehl es stehen läßt, sobald es so Aveit ist. Aber man muß das in den wunderbar einfachen Worten ReznikolTs gelesen haben, um zu verstehen, was es zum Beispiel für ein Erlebnis sein kann, wenn die erste Kundschaft den Laden betritt. P. A. LUDWIG BAUER: MORGEN WIEDER KRIEG. Verlag Ernst Rowohlt, Berlin. Eine Untersuchung der Gegenwart und Blick in die Zukunft nennt der Autor dieses Buch. Es ist ein Versuch zu erklären, weshalb es zum Niederbruch der deutschen Wirtschaft kommen mußte. Es schenkt Hoffnung, daß es noch einen Weg gibt, eine friedliche Lösung des Irrwahns herbeizuführen. Es beweist, daß die europäische Kultur dem nächsten Krieg zusteuert, der ihren unweigerlichen Untergang und die Auflösung der abendländischen Gesellschaftsform bedeutet. M—k. Dr. FELIX THEILHABER: SCHICKSAL UND LEISTUNG, JUDEN IN DER DEUTSCHEN FORSCHUNG UND TECHNIK. Der Heinebund, Berlin. Den Anteil jüdischer Menschen an der Kultur und Wirtschaftsgeschichte unserer Generation soll dieses Buch darstelleneine große Vielseitigkeit der Leistung ergibt sich als Gesamtbild. In seiner Einleitung .»Vom schöpferischen Juden" gelingt es dem Verfasser mit überzeugender Wärme den spezifisch jüdischen Einschlag in der individuellen Genialität dieser Geislesheroen und Wiiischaftsführer zu analysieren. Dem Buch ist weiteste Verbreitung zu wünschen, da es besonders geeignet ist, in der jüdischen Jugend den Stolz auf die Leistung ihrer Volksgenossen zu erwecken. //. ARNOLD ZWEIG: JUNGE FRAU VON 1914. Verlag Gustav Kiepenheuer, Berlin. Mit innigem Gefühl und lebensnaher Kraft wird eine Liebesgeschichle geschrieben, umschattet und machtvoll beherrscht von den Ereignissen, mit denen der Weltkrieg von 1914 in das individuelle Schicksal jedes einzelnen Bürgers Deutschlands eingriff. Neben dieser Liebes- und Leidensgeschichte einer künstlerisch begabten und emplindungshewußlen jungen Frau nimmt das Problem der Stellung der deutschen Juden zum Kriege einen breiten Raum ein. Das jüdische Bürgertum, repräsentiert durch Leonorens Vater, Bankier und Financier der Industrie, macht aus seiner positiven Einstellung zu diesem Kriege, der ein gutes Geschäft zu werden verspricht, kein Hehl. Die Intelligenz ist noch im Banne des gewalligen Gel ulilserlebens einer volklichen Einheit und glaubt, der bedrohten Volkses!stenz zuliebe, jedes ideale Opfer bringen zu müssen. Der verdrängte Verstand wird erst später an die Bewußtseinsobertläche kommen. Die Ernüchterung beginnt, als die militärischen Notwendigkeiten" klar und deutlich als Ziel und Zweck der Aktion erscheinen; die Enttäuschung der Idealisten, die erkennen, daß das Gesicht der Klasse sich nicht geändert, sondern ihre Begeisterung zu eigensüchtigen Zwecken mißbraucht wurde, bildet den Ausklang des Buches. Doch läßt der Autor über all diesen Dingen und Bcdin- (^VT1~TTV1 AR C^lXI|7,|7,Größteintern^ V^/ J. JL JIItJL/vIX w3 V^Jl AJLi JL Perüdten, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken — Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täusdiung nachgemacht —

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