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Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Porträtzeichnung Stefan Zweig [Illustration]
Date
1932-01-01
Page
70 (sequence 1)
Language
German
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Ludwig Schwerin / Porträtzeichnung Stefan Zweig MORITZ GOTTLIEB Nicht nur über Wert und Wesen jüdischer Kunst wird gestritten. Ob überhaupt jüdische Kunst vorhanden ist, dies ist die Frage, die Freunde und Feinde und nicht am wenigsten jüdische Künstler selbst eifervoll erörtern. Man muß es zugeben: es ist eine Frage. Zwar ist die Zahl der jüdischen Künstler erstaunlich groß, zwar bietet ihr Wirken ein treues Bild jüdischen Wesens und läßt sich ihre Bedeutsamkeit — und sie spielen eine bedeutende Holle in der Kunst der Gegenwart — meistens auf ihre spezifisch jüdische Einstellung zu der jeweilig gegebenen Problemlage der sie umgebenden Kunst zurückführen, doch eines, vielleicht das Entscheidende fehlt, damit die blühende Fülle der jüdischen Kunslleislungen billigerweise als jüdische Kunst angesprochen werden könnte. Losgelöst voneinander leben jüdische Künstler und jüdisches Volk und keinerlei dynamisches Verhältnis besteht zwischen ihnen. Nicht setzen sich die Erschütterungen, die den Multcrkörpcr der Nation tlurchziHern, aus dem das. was man so gerne jüdische Kunst nennen dürfen möchte, geboren ist. im Sprößling fort und auch die Wandlungen des Kindes beeinflussen nicht den Habitus der alten Mutter. Nicht ist, mit linderen Worten, die Geschichte der Kunst hei uns Juden Aspekt und Ausdruck jüdischer Geislesgeschichle. Nur all/u versländlich er-

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