Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- [Grußbotschaft der Redaktion zum zehnjährigen Bestehen der "Menorah"] [Nachricht]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- 2 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JiÄit diesem Heft tritt die „Menorah" in das zehnte Jahr ihres Bestehens. Es liegt uns fern, aus dem Hinweis auf diese kurze, wenn auch in der Publizistik beachtliche Zeitspanne Feststimmung zu schöpfen, die der düsteren Gegenwart wenig entsprechen wurde. Wir wollen es jedoch nicht unterlassen, unseren Lesern und Freunden heute innigen Dank zu sagen. Es war und ist nicht leicht, der wechselnden Tage Haß und Gunst entrückt, eine Chronik des jüdischen Lebens zu geben; und wenn unser Bemühen, in dieser Monatsschrift all e le b endig en jüdischen Werte aufzuzeigen, einigermaßen Erfolg hatte, so ist er nicht zum wenigsten dem Umstand zu danken, daß unsere Leser uns Freunde wurden. Mit ihnen durch den Glauben an die jüdische Lebenskraft verbunden, wollen wir auf dem begonnenen Wege weiter gehen — alle schöpferischen Regur>gen des jüdischen Lebens unparteiisch zu beobachten und darzustellen, immer wieder auf den schaffenden jüdischen Geist und sein Wirken in die Zeit hinzuweisen, den trotz Not und Druck unbeirrbaren jüdischen Lebenswillen zum Ausdruck zu bringen. Wenn die Menorah" damit das Licht der Zuversicht in das jüdische Haus träut, wird unsere Arbeit gelohnt sein. Die Redaktion. UNSERE AUTOREN JAKOB LESTSCHINSKY, geboren 1876 in Horodischtsch, Gouvernement Kiew (Ukraina). In der Jugend Anhänger dies Achad Haam, Organisator zionistischer Jugendgruppen. Seit 1901, nach einem kurzen Studium in Bern, in der jüdischen Arbeiterbewegung tätig. Seine erste publizistische Arbeit veröffentlichte er 1903 in der hebräischen Monatsschrift „Haschiloah" unter dem Titel „Die Statistik eines kleinen Städtchens". 1904 veröffentlicht er seine erste größere Arbeit „Der jüdische Arbeiter in London", bald darauf (1906) die Arbeit .,Der jüdische Arbeiter in Rußland". Lestschinsky hatte für seine revolutionäre Tätigkeit unter den jüdischen Arbeitcrmassen von der zaristischen Regierung viel zu leiden. Nach der bolschewistischen Umwälzung mußte er Rußland verlassen. Die letzten zehn Jahre lebt er in Berlin, wo er unter anderem die „Blätter für Demographie, Statistik und Wirtschaftskunde der Juden" herausgab, die „Schriften für Wirtschaft und Statistik" des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts redigiert, im „Weltwirtschaftlichen Archiv" und im „Metron" mitarbeitet, die Sektion für Wirtschaft und Statistik des Jiddischen Wissenschaftlichen Instituts leitet, als europäischer Vertreter des „Jewish Daily Forward", New York, tätig ist. jyjEIER DIZENGOFF, geboren 1861 in Akimowzii (Bessarabicn), schloß sich 1882 den Chowewe Zion, dann der Zionistischen Organisation an; 1906 legte er den Grundstein für die jüdische Siedlung Tel-Aviv. Während des Krieges durch die Türken landesverwiesen; nach der Eroberung Palästinas durch die Engländer wurde er Bürgermeister von Tel-Aviv, welches Ami er auch derzeit bekleidet. Seine Erinnerungen aus der Kriegszeit erschienen 1931 unter dem Titel „Mit Tel-Aviv in die Verbannung". QHARLES REZNIKOFF, geboren 1894 in New York, studierte an den Universitäten von Missouri und New York, ist Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften. Er veröffentlichte: „Caplive Israel", „Bleak Dealh", und „Uriel Aeosta", drei Dramen in Versen, mehrere Novellen und den Roman „Im Bücherlad'en". J^ENRI SEROÜYA, geboren in Jerusalem 1895 als Sohn eines Rabbiners, interessierte sich frühzeitig für alle Probleme der Philosophie. Nach gründlichem Studium der Bibel und des Talmuds eignete er sich eine weitgehende allgemeine Bildung an. 1910 ging er nach Paris, um sich vollständig dem Studium der Philosophie zu widmen. Er ist Mitarbeiter einer großen Reihe von Zeitschriften wie Zeitschrift für Völkerpsychologie, Revue des Syntheses spirituelles usw. Weiters veröffentlichte er einige Bücher, unter anderen Le Probleme philosophique de la guerre et de la paix, Philosophie d'art usw. jy/JAXWELL BODENHEIM, geboren am 26. Mai 1895 in Hermanville, Miss., in den Vereinigten Staaten von Nordamerika; schreibt hauptsächlich Gedächte, Essays und lyrische Dramen, aber auch Romane.