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Menorah · 1931-11-01 · Heft 11-12 (November 1931) · p. 482

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 11-12 (November 1931)
Article
Schalom Asch ; Franz Jaffé ; Arthur Posner ; Viktor Wilhelm Krausz ; Friedrich Rülf ; Lea Halpern
Date
1931-11-01
Page
482 (sequence 1)
Language
German
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UNSERE AUTOREN gCHALOM ASCH. In dieser Nummer beginnen wir mit der Veröffentlichung einer Skizzenreihe aus der Feder des berühmten jüdischen Romanciers, die hier zum ersten Male in deutscher Sprache erscheint. Unter dem Titel „Quer durch Ameri ka" sind Eindrücke von einer Reise des Dichters nach dem amerikanischen Westen zusammengefaßt, in denen er mit •inzigartiger Meisterschaft Reiseeindrücke und Begegnungen, entlegene Spuren jüdischen Lebens, die Vielfalt und Größe der amerikanischen Landschaft schildert. Die naturbeseetten Bilder, der feine Humor und das tiefe jüdische Empfinden dieser Reise skizzen werden — dessen sind wir gewiß — im Herzen unserer Leser dankbaren Widerhall finden. Sie werden in ununterbrochener Reihenfolge im neuen Jahrgang fortgesetzt. P RANZ JAFF£ wurde 1894 in Groß-Lichterfelde bei Berlin geboren. Er entstammt einer Familie mit ausgesprochener Neigung lür historische Arbeiten, erinnert sei hier nur an Philipp Jaffe, den Verfasser der „Regesta Pontincum Romanorum" und an die „Geschichte der Stadt Posen unter preußischer Herrschaft" von Moritz Jaffe, einem Onkel unseres Autors. Jaffe, der seit kurzem seinen WohnsiUz in München hat, lebte früher in Berlin und Paris, wo die Vorarbeiten zu dem heutigen Aufsatz auf Grund vorwiegend französischen Quellenmaterials entstanden sind. Jaffe befaßt sich hauptsächlich mit der Geschichte und gegenwärtigen Politik des nahen Orients, zur Zeit arbeitet er an einer Abhandlung über die Deunmehs, jener judaeo-mohammedanischen Sekte in Saloniki, die auf die Vorkriegspolitik der Türkei einen entscheidenden Einfluß ausgeübt hat. R. ARTHUR POSNER aus Samter (Prov. Posen) besuchte das Berliner Rabbinersenuinar und studierte in Berlin, Halle, Freiburg und Tübingen klassische Philologie und alte Geschichte. Er ist seit 1924 in Kiel als Rabbiner tätig. Er veröffentlichte mehrere Schriften aus d-em Gebiete der Bibeiwissenschaft (Michail, Psalmen, Freitagabendgebete u. a.) und dst Mitarbeiter der besten Zeitschriften des In- und Auslandes, pROF. VIKTOR WILHELM KRAUSZ, geboren 1878 in Ungarn, lebt seit frühester Kindheit in Wien. Mit 15 Jahren wurde er in die Akademie der bildenden Künste aufgenommen, studierte dort bei Franz Rumpier, dann in München bei Heinrich von Zügel, sowie in Paris. Erhielt in jungen Jahren den Staatspreis (Rompreis). Mitglied der Vereinigung „Künstlerhaus", als Porträtist besonders geachtet. J^ABBINER DR. FRIEDRICH RÜLF, geboren 1896 als Sohn des Landesrabbiners von Braunschweig, studierte am Jüdischtheologischen Seminar in Breslau, zugleich Philosophie, Geschichte und Pädagogik. Amtierte als Rabbiner in Hamburg und Bamberg, seit 1929 in Saarbrücken. J^EA HALPERN genoß ihre künstlerische Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen von Berlin und Wien. Um sich in der Technik der Keramik noch besonders zu vervollkommnen, arbeitete sie in verschiedenen kleineren Werkstätten, vollendete dann ihre Studien an der Staatlichen Keramischen Fachschule in Gouda. Diese ungemein gründliche Ausbildung gab ihr die Möglichkeit durch die Beherrschung der Technik, insbesondere der farbigen Glasuren, ihre künstlerischen Absichten auszuführen und die reizvollsten Effekte zu erzielen. Man spürt eine Vergeistigung der Materie auch in den einfachsten Formen; in der Gestaltung einiger Kult gegen stände ist auch das Jüdische ihrer Kunst augenscheinlich. Die jugendliche Künstlerin hat einen schweren Weg zurücklegen müssen. Nun ist ihr, wie die Ausstellung „Kult und Form", sowie die jüngst stattgefundene im Haag beweisen, der Erfolg beschieden. Die Kollektion hat in Holland Aufsehen gemacht und es ist zu wünschen, daß dies der jüdischen Künstlerin ein neuer Ansporn zu Weiterarbeit sein wird. 5. v. Z.

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