Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Rud. Hallo, Geschichte der Familie Hallo ... [Rezension]
- Date
- 1931-05-01
- Page
- 285 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2912821-2912908-2912912-2926772--10362-2926942- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
lu n. hallo, geschickte der familie HALLO, :if)0 Jahre ans dem Leben einer deutschen Hofjuden- und Hand werkcrfamilio, Kassel UKW, Privaldruck. Diese mit dem Her7l)luL echt, jüdischer Familien treue geschriebene Famiii enge schiebte vereinigt alle Vorzüge in sich, die einer solchen Einzelschritt eignen können. Mit staunenswerter (iriindliehkeit verfolgt IL bis in die fernsten Verzweigungen die Familienzusammenhänge seiner Vorfahren. Bis nach Venedig führen ihn fliese Spuren, die mitunter bis in das Herz der allgemeinen jüdischen Geschichte, insbesondere der Berliner, Glogauer, Kasseler, Halleschen und Prager jüdischen Lokalgeschiehle hinein über Mitglieder der hier behandelten Familien ein neues und aufschlußreiches Licht verbreiten. Für die jüdische Kulturgeschichte ist u. a. mit Nachdruck zu betonen, daß in einer dieser Geschlechterfolgen das Handwerk als erblicher Beruf nachgewiesen wird. Dal.) auch die Geschichte der Fmwelt, z. B. die Lebensgeschichte eines Lessing, durch manches Seitenlicht in dankenswerter Weise erhellt wird, erhöht den Wert des Buches auch für nicht jüdische Kreise. Dem treulichen Inhalt entspricht die schmucke Adjustierung. GriuuvaUl. liFNHt NATHANSEN: .TU DFÜ OD FR EUBO- PÄEB, Porträt von Georg Brandes. Rülfen & Loening Verlag. Frankfurt, am Main. Mit Georg Brandes. dem geistvollen Literaturkritiker, ist eine der widersprnehvollsten und aller Konvention widerstrebenden Persönlichkeiten hingegangen. Sein Andenken droht der Vergessenheil anheim zu lallen. Um so mehr ist daher dieses Buch zu begrüßen, das in der Person Brandes all die unendlich kleinen Züge, die sein Leben ausmachen und das unendlich Große, das die Ursache und das Endziel dieses Lebens war, zusammenfaßt. In den ewig wechselnden Zügen, die der Autor liier zeichnet, aus dem Zusaininenspiel von Licht und Schallen, wird das Antlitz eines Genies sichtbar, gerade im Brennpunkt der schwersten, weil im Zusammenstoß der äußeren Kräfte mit seelischen Bindungen fast unlöslichen Konüikte: „.Jude oder Europäer". Die Stellung Georg Brandes zum Judentum ist nicht immer einheitlich gewesen. Scharf angefeindet von allen Seiten hat er erst in seinen letzten Lebensjahren Formulierung dafür gefunden. Wie sein Leben und sein Werk, so stand auch seine innerste Natur im Zeichen der Spaltung. Und rs i>d der Wert dieses Buches, der jetzigen Generation, an die nur von Ferne der Name und die Bedeutung Georg Brandes dringt, die Erinnerung an diesen genialen Menschen überliefert zu haben. N. EMIL LUDWIG: GESCHENKE DES LEBENS. Ernst Rowohlt Verlag, Berlin. Emil Ludwig hat heute, mich bewegten Tagen, nach Erfolg und Mißerfolg, die Höhe seines Lebens erreicht. Die Jahre der Reife haben dieses Werk entstehen lassen, in dem wir beinahe allen großen Menschen begegnen, die in den letzten zehn Jahren im Vordergrunde der europäischen Politik agierten. Die Anmut, mit der persönliches Erleben und allgemeine Zeilkritik verwoben wird, bi/ldel eine der bestechendsten. Eigenschaften dieses Werkes Ludwigs, der auf der Hirne seines selbslerkämpflen Erfolges sein Selbstbewußtsein nicht verhüll!. Das Buch, das Ludwig zu seinem 50. Geliiuislage sich und seinen Freunden geschenkt hat, wird mit der glanzvollen Fpoche, des hoehkullivierlen. I'reigeisligen, seiner Macht und Kraft bewußten Bürgertums der Jahrhunderl wende eng verknüpf! bleiben and manche Voraussetzung und Gründe für den Übergang zur neu einsetzenden Epoche der emporsteigenden Schiebt «ha- Arbeiterklasse verständlich bekunden. U—n.