Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Anita Brenner ; Josef Hahn ; Bernhard Wachstein ; Frantisek Kubka ; Kurt Levy ; Otto Schneid ; Alice Jacob-Loewenson
- Date
- 1931-05-01
- Page
- 194 (sequence 1)
- Language
- German
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UNSERE AUTOREN ^NITA BRENNER, gehören 1905 in Aguascalientes, Mexiko, vollendete ihre Studien an dier National University in Mexiko, widmet sich jetzt dank eines Stipendiums eingehenden anthropologischen Studien an der Columbia University. Sie ist Mitarbeiterin mehrerer angesehener Zeitschriften und publizierte verschiedene interessante Aufsätze über die mexikanischen Juden der Vergangenheit und Gegenwart. (Siehe „Menorah" Nr. 1, Jahrgang 1929.) ^RCHITEKT JOSEF HAHN. „Geboren m einem kleinen mährischen Städtchen. Kurze Zeit Tischlerlehrling. Böhmische Unterunid deutsche Oberrealschule, Technische Hochschule Brünn und Wien. Hochschulferien Maurer, Bauschreiber, Bauzedchner. Fünf Jahre bei Architekt Jakob Gärtner, Synagogenbauer. Synagoge Kremsier, Wien V., Profanbauten. 1911 selbständig. Vollständige Abkehr von bisherigen Anschauungen. Vierter Preis beim Wettbewerb um Kinderspital, Wien XX. Seit 1918 Fortsetzung des Ringens um eine neue Form, bedingt durch neues Lebens- und Weltgefühl. Einige Bauten in der Tschechoslowakei, in Wien unter anderen ^Südtirolerhof* für die Gemeinde Wien, verschiedene Innenausgestaltungen. Grundzug: Eigenbrötler." EG. RAT DR. BERNHARD WACHSTEIN, Direktor der Bibliothek der Israel. Kultusgemeinde in Wien, geb. 1868 in Tluste, veröffentlichte einige grundlegende Schriften zur Geschichte der Juden in Österreich sowie wertvolle bibliographische Schriften. Neben seinem Hauptwerk: Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien sind noch selbständig erschienen: Wiener hebräische Epitaphien; Jüdische Privatbriefe aus d. Jahre 1619; Hebräische Grabsteine aus d. 13.—15. Jahrh. in Wien und Umgebung; Die Grabinschriften des alten Judenfriedhofes in Eisenstadt; Urkunden und Akten zur Geschichte der Juden in Eisenstadt u. v. a. Schriften. JfRANTlSEK KUBKA, der junge erfolgreiche tschechische Autor zählt zu den beliebtesten Schriftstellern seiner Heimat. Im Krieg nach Asien verschlagen, hatte er Gelegenheit, an Ort und Stelle interessante Studien zu machen. Er hat im Fernen Osten viel erlebt und schildert in fesselnder und dichterischer Weise idlas Leben und die Sitten der Russen und Japaner, in deren Mitte er eine lange Zeit verbracht hat. J3 R. KURT LEW: „Am 10. April 1907 wurde ich in Altona geboren, studierte in Genf und Hamburg romanische Philologie. In Bonn, wo ich im Jahre 1928 zum Dr. phil. promovierte, widmete ich mich der Orientalistik. Seit Beginn des Jahres 1930 bin ich in Halle als Assistent am Orientalischen Seminar der Universität und an der Bibliothek der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft tätig. Meine wissenschaftlichen Arbeiten bewegen sich in der Hauptsache auf dem Gebiete der hebräischen Sprachgeschichte und der arabischen Dialektologie. Auch mit den jüdischen Dialekten, speziell dem Judenspanischen befasse ich mich mit Vorliebe." £)R. OTTO SCHNEID, Kunsthistoriker, Wien, geb. 1900 in Jablunkau (Schlesien), arbeitete über asiatische Kunst, besonders über chinesische Malerei sowie über Probleme der alten, in letzter Zeit auch der modernen europäischen Kunst und bereitet seit einigen Monaten ein umfangreiches, zum Teil lexikalisches Werk über die jüdischen Künstler der Gegenwart vor. ^LICE JACOB-LOEWENSON, Pianisün. Komponistin, Dozentin, Musikschriftstellerin. Journalistische Mitarbeiterin an vielen in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften. Konzert- und Vortragsreisen im In- und Ausland. Kompositionen: Klavierstücke, Lieder, Chöre, Bearbeitungen von Liedern der orientalischen und Ost-Juden. Aufführungen in vielen Städten. Regelmäßige Mitarbeit an deutschen Radiosendern. Spezialgebiete: Jüdische, orientalische und moderne Musik, Bach und seine Zeitgenossen. (Fortsetzung siehe Seite 282.)