Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Mafteach ha-hespedim ... [Rezension]
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 190 (sequence 2)
- Language
- German
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190 MENOU A H keil aber hat er in überaus dankenswerter Weise diesen Rahmen erweitert, indem er auch die Bestände anderer Bibliotheken und insbesondere der Bibliothek der israelitischen theologischen Lehranstalt in Wien zur Bearbeitung herangezogen hat. Es ist überall das Streben nach größtmöglicher Genauigkeit zu erkennen. Von Nulzeu ist es, daß bei den Namen der Verstorbenen gelegentlich kurz auf die von denselben verfaßlen Werke hingewiesen wird, und es wäre gut gewesen, wenn der Verfasser auch ein Register »der so zusammengestellten Werke gegeben hätte und nicht nur ein Register der von ihm benutzten Werke. Durch dieses Werk wurde ein stattliches geschichtliches Material für künftige Generationen der Vergessenheit entrissen. Nach den Worten des Verfassers ist mit diesem Hefte, das übrigens dieselbe Gründlichkeit und denselben Geist wie die früheren Hefte zeigt, die ganze Serie abgeschlossen. Das überaus genau ausgearbeitete Register der Orts- und Familiennamen erhöht den praktischen Wert dieses Buches. Hier ist übrigens ein Fortschritt gegenüber den früheren Bändeben zu verzeichnen, indem der Verfasser nicht nur ein Ortsregisler nach den heutigen Ortsbezeichnungen gibt, sondern sämtliche Ortsnamen auch in hebräischer Schreibung aufgenommen hat. Die Identifizierung und Transkription der so mannigfaltigen Personen- und Ortsnamen aller Welt (besonders der s-ephardischen Juden) zeigt die gewiegte Hand Wachsteins. Die Brauchbarkeit und Nützlichkeit dieses Werkes würde sich noch erhöhen, wenn als Anhang die Indices aller drei Teile zu einem Gesamtregister vereinigt, diesem soeben erschienenen Abschlußwerke beigegeben worden wären. Das Werk, das eine Fülle von Material und sachlichen Daien enthält und außerdem ein Verzeichnis von über 1000 Personennamen und über 600 Ortsnamen bring!, ist für jeden Bibliographen und Historiker unentbehrlich. Dr. A. Kristianpoller. G. COHN, Der jüdische Friedhof, Frankfurt 1930, Franzmathes Verlag. Dem Verfasser sind augenscheinlich die Abhandlungen Obermeiers über jüdische Friedhöfe aus dem mittelalterlichen Spanien (in der Festschrift für Pater Schmidt) sowie die Sammelschrift: Grab und Friedhof der Gegenwart, heraus«, von Hirzcl (»darin ein Beitrag über jüdische Symbole) und die Einleitung S. Wolfs zu den Eisenslädler Grabschrillen (herausg. von Wachstein) entgangen. Auch berührt er nicht die Friedhöfe der Spaniolen mit ihrem reichen Bildschmuck. Seite ist zu lesen: nitman, laimin, zerura. Immerhin entspricht die Schrift dem praktischen Zwecke, als Einführung für Laien zu dienen. G. NO AH ELSTFIN: P LIGHT OF PERETZ. Verlag Allen & Unwin, London. Eislein hat im Vorjahre durch ein Drama „Israel in the Kitchen" von sich reden gemacht. Hier liegt nun sein erster Roman vor, der die zerrissene jüdische Einwandcrerlamilie am Rande des Proletariats schildert, krampfhaft verklammert in kleinstädtischen Chowed, in Gelehrsamkeil, in Idealismus - und immer in Gefahr, in den Strudel hinabgeschluckt zu werden. Er zeigt, wie die neue Generation dem dunkel gefühlten, durchaus nicht bewußt bejahten Judentum trotz allem treu bleibt, jeder auf seine Art. Es ist ein lebenswahres Buch, besiechend durch den ehrlichen Realismus der Milieu- und Charakterschilderung. Zangwill — der Vergleich drängt sich einem unwillkürlich auf — hat in den „Children of the Ghetto" eine ähnliche Welt beschrieben, das Whitechapel der achtziger und neunziger Jahre. Eislein schildert eine nordenglische Industriestadt der Gegenwart. Zangwill's klassischer Roman ist nicht wieder erreicht worden, auch von ihm selbst nicht. Eiste in fehlt außer dem Humor auch der Reichtum, die überströmende Fülle des Älteren, ferner vermeidet er jedes Eingehen auf Probleme, die bei Zangwill einen so breiten Raum einnehmen. „Plight of Peretz" ist ein schlankes Buch in jedem Sinne. Dafür enthält es auch nichts Störendes, während man bei Zangwill oft einen falschen sentimentalen Ton spürt. — Perelz ist der älteste Sohn einer vom Pech