Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 9 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 189 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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BIBLIOGRAPHIE J89 Waad Leumi nicht vertreten. — Die jüdische Landwirtschaft und Industrie wird auf der Pariser Kolonialausstellung mit einem eigenen Palästina-Pavillon vertreten sein. — M. Dizengofl', Bürgermeister von Tel-Aviv, feiert den 70. Geburtstag. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER. In Wien starb hochbetagl Ho Trat l'niv.- Professor Dr. Adolf Schwarz, Rektor der Wiener israelitischen theologischen Lehranstalt; Schwarz war ebenso bedeutend als Kanzelredner wie als Kenner der lalmudisclien Literatur. Das Rabbinerseminar in Florenz hat zum Andenken an Professor TT. P. Chajcs ein wissenschaftliches Sammelbuch herausgegeben. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE. Nach einer Übersicht der Gesellschaft H. J. C. E. M. wanderten in den Jahren 1920 bis 1930 aus den osteuropäischen Ländern nach Überseeländern 632.740 Juden aus, hievon etwas über die Hälfte nach den Vereinigten Staaten. — In Berlin starb Eugen Caspary. der Vorsitzende des Wohlfahrts- und Jugendamtes der jüdischen Gemeinde. —■ Die Zahl der Juden in der Schweiz hat sieh von 1920 bis 1930 um 2501 Seelen auf insgesamt 18.478 verringert. WISSENSCHAFT UND KUNST. Der erfolgreiche Dramatiker Emil Bernhard-Cohn, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Berlin, feiert seinen 50. Geburtstag. — Max. Bind wurde der tschechoslowakische Sfaalspreis für Kunst für ein deutsches Literaturwerk verliehen. — Das Stammhaus der Rothschild' in Frankfurt wird unter Wahrung seines historischen Charakters als Amlshaus und Bibliothek der jüdischen Gemeinde umgebaut. Salman Silberslein (New York) hat den ersten Band eines jüdischen Thcnterlexikons erseheinen lassen, das Namen von 2500 jüdiseben Schauspielern und Thealerdircklorcn umfassen soll. Berichtigung: Die auf Seite 80 d.s. Jhg. (Nr. 1/2) veröffentlichte Abbildung zeigt eine M'gi.llath Esther, nicht wie irrtümlich angegeben einen Seier Thora. BIBLIOGRAPHIE MAFTEACH HA-HESPED1M. Zur Bibliogragraphie der Gedächtnis- und Traticrvorlräge in der hebräischen Literatur. Drille Folge. Von Dr. Bernhard Wacbstein. (Veröffentlichungen der Bibliothek der Israelitischen Knltusgemeindc Wien.) Wien 19:i0. Selbstverlag der Bibliothek der israelitischen Kullusgemeiiule. (XXXIV, 115 S., 8°.) Während in neuerer Zeit auf das in der Responsenlitcratur für Geschichte und Kultur enthaltene Qucilenmaterial mehr oder weniger Rücksicht genommen wurde, sind in dieser Hinsicht die Gelegenheitsreden nicht berücksichtigt; und doch linden sich in diesen nicht nur genealogische und bibliographische Daten, sondern auch Eintragungen und Erinnerungen, die uns über Leben und Zustände der Juden aller Länder reichlich Aufschluß geben. Dem rühmlichst bekannten Forscher B. W a c hstein, Direktor der Bibliothek der isr. Kultusgemeindc in Wien gebührt nun eins uneingeschränkte Verdienst, auf diese Quellen in dem vorliegenden Werke nicht nur hingewiesen und sie für historische Zwecke zugänglich gemacht, sondern auch bearbeitet zu haben. Das Werk von Dr. Wachsteiii ist weit mehr als ein bloßes Register der hebräisch geschriebenen Trauerreden (hespedhn). die alphabetisch nach dem Namen des Verstorbenen angeordnet sind. Schon die Identifizierung der in den Trauerreden ins Hebräische transkribierten Orfsnamen und die Feststellung der kurz und ungenau angegebenen Namen der Betrauernden konnte nur dank der großen geographischen und genealogischen Kenntnisse und vermöge der scharfen Kombinalionsgabe des Verfassers zustande gebracht werden. In reichem Maße werden die für die Charakteristik der Personen wie der Zeit belangvollen Stellen aus den Quellen herangezogen und in den Fußnoten knapp und präzise bearbeitet. Der hebräische Titel besagt zwar, daß der Verfasser nur diie Bestände der von ihm geleiteten Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde in Wien bearbeitet habe, in Wirklich-