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Menorah · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Großer Wohnraum [Illustration]
Date
1931-03-01
Page
153 (sequence 1)
Language
German
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Fritz Groß Großer Wohnraum l RITZ GROSS l 'nler Voraussetzung selbstloser Zwcckhatli^keil könnte die Architektur ihren Platz;ils Muller der Raumkünste neu fundieren. Sie ist berufen, den Raum,;ils<» die Yornus- M-tzuniL} für bildhauerische und malerische Visionen, zu gestalten: im Verein mit der Malerei und der Plastik gelangt <lie Architektur auf die höchsten Höhen der Kunst. Konstruktionen an sich sind keine Kunstwerke. Jede Konstruktion erfordert ein (iefiihl für Masse und für Proportion. Diese Eig'cnschaften möi^en für den Techniker geniigen, nicht aher für den Künstler. Der Seha fl'ensprozeÜ der Architektur ruht, zum groüen Teil wenigstens. auf i*;inz andern Voraussetzungen, als die der ihr verwandten Künste: die (iestaltungselemente der Arehiteklur bedingen w i s s e n s c h a f l 1 i c h e K r k e n n ( n i s. die (irundlage des malerischen und hihlhauerisehen Schallen s ist die k ü n s I I e r i s c 1) e I n I u i I i i) n. Ein architektonisches Werk in Konstruktion und Verteilung der Massen aufs logischste gelungen, kann ebensowenig als Kunstwerk bewertet werden, wie die wunderbarste Schnellzugslokomolive, die mit Hecht als Triumph der Technik bezeichnet wird. Nur dort. wo der Architekt selber Künstler ist. wird das architektonische? Kunstwerk gestaltet werden, denn ohne Inspiration, ohne schöpferische Intuition, entsteht, kein Kunstwerk! Die Technik ist nur eine Vorstufe zur Architektur als Kunst. Als Künstler, wird der Architekt nicht allein Formmassen im richtigen gegenseitigen Verhältnis bilden, sondern er wird bestrebt sein, diese Formen als A u s d r u e k zu gestalten. Der Architektur unserer Tage gehing es, sich zcitgemiiUen. also sachlichen Problemen zuzuwenden und sie ist dadurch auf einem

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