Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1930)
- Article
- Neue Synagogen
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 549 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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NEUE SYNAGOGEN 549 N. FJaskoivski, Zürich Modell der Synagoye mit Schule und Gemeindehaus für Zürich Plauen mit dem sehr lebhaft bewegten Projekt neuesten Datums, das aus einer interessanten Konkurren/ in Zürich, die wir demnächst besprechen wollen, mit dem ersten Preise hervorgegangen ist. Aber da und dort geht es um sogenannte „liberale'' Synagogen, das heißt — in die Bausprache übersetzt — um Anlagen, die nach der Vorschrift der Bauherren — den Memor aus der Milte fortsehaifen und dadurch nicht nur — ohne ersichtliche Notwendigkeit — den schönen traditionellen Sinn verletzen, sondern auch den Baumeistern die Möglichkeit nehmen, die Aufgabe nach ihrer Natur, nach ihrer reinen jüdischen Eigenart: als eine Verbindung von Zentral- und Langbau zu lösen. Diese eigensinnige Vorschrift ist im Augenblick das schwerste Hindernis für die freie Entwicklung des modernen Synagogenbaues. Das sollten die Beteiligten endlich einsehen. Ereilich auch die Architekten zuerst sich und dann auch ihren Auftraggebern klar machen. Sie werden mit ihren künstlerischen Gründen ohne Zweifel leichter Gehör finden als unsereiner, für den die Frage auch ihre religiöse Seite hat. Jedenfalls wäre das sehr zu wünschen. Im Interesse aller, nicht zuletzt im Interesse der Baukunst. Denn ehe diese Angelegenheit bereinigt ist, wird sie im besten Falle stimmungsvolle Räume, niemals aber einen solchen von jüdisch sakralem Charakter hervorbringen. Jylax Ei'sler