Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1930)
- Article
- Unsere Autoren : Rachel Wischnitzer-Bernstein ; Boris Brutzkus ; Leo Kahn ; Leon Scheinhaus ; Edmond Fleg
- Date
- 1930-11-01
- Page
- 510 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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UNSERE AUTOREN J^ACHEL WISCHNITZER-B ERNSTEIN, geboren in Minsk. Absolvierte die Mittelschule in Warschau, studierte in Heidelberg, Brüssel und München und ist Diplom- Architektin der Ecole Speciale d'Architecture in Paris. Veröffentlichte zahlreiche kunstgeschichtliche Aufsätze in verschiedenen Zeitschriften, redigierte den künstlerischen Teil der hebräischen Zeitschrift Rimon, Berlin, und ist gegenwärtig Redakteurin für Architektur in der Encyclopaedia Juidnica, Berlin. pROF. BORIS BRUTZKUS, geb. 1874 in der Kleinstaat Polangen, Gouv, Kurland in Rußland. Erzogen in Moskau. Studierte Landwirtschaft in der Landwirtschaftlichen Hochschule in Nowo-Alexandrija (Pulawy) in Russisch-Polen. 1899 bis 1907 im Auftrage des Petersburger Zentralkomitees der Jewisch Golonisation Association (JCA), beschäftigte sich auf dem Gebiete der jüdischen Landwirtschaft in Weißrußland und in der Ukraine. 1906 bis 1926 war er in der „Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden" (Ort) in Petersburg, dann in Berlin tätig. Verfaßte den landwirtschaftlichen Teil des Sammelbuchs von JCA.: „Recueil des materiaux sur la Situation economique des juifs en Russie" (Paris 1904 et 1906). Im Verlag von JCA erschienen in Petersburg russisch: „Die Berufsgliederung der jüdischen Bevölkerung in Rußland" 1908, „Die Statistik der jüdischen Bevölkerung" 1909, „Die jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen des Gouv. Ekaterinoslav" 1913. Im Verlag von „Ort" in Berlin in Jiddisch: „Die jiddische Landwirtschaft in Misrach-Europa", Redigierle mit J. Zeschitschinsky und S. Segall in Jiddisch 1923 bis 1926 in Berlin „Blätter for jiddische Demographie, Statistik und Ekonomik". 1907 bis 1922 Professor des Agrarwcsens und der Agrarpolitik an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Petersburg. Verfaßte russisch: „Agrarfrage und Agrarpolitik" (Petrograd 1922) und „Ökonomie der Landwirtschaft" (Petrograd und Berlin 1923). Im Herbst 1922 mußte Brutzkus Sowjetrußland verlassen und ist seither Professor des Russischen Wissenschaftlichen Instituts in Berlin. In der deutschen Sprache erschienen: „Agrarentwicklung und Agrarrevolution in Rußland" (Berlin 1926), „Die Lehren des Marxismus im Lichte der russischen Revolution'' (Berlin 1928). Mitarbeiter wissenschaftlicher Zeitschriften in Fragen der russischen Wirtschaft und der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse des Ostjudenlums. J^EO KAHN, geboren 1894 in Bruchsal (Baden), studierte in Karlsruhe auf der Kunslgewerbeschule, dann Akademie (Meislcrklasse Prof. Dr. Alb. Gaueisen). Seine Malkunst zeichnet sich durch vornehme Beherrschung der Technik und empfindsame Einfühlung in die deutsche Landschaft aus. Der außerordentlich begabte Künstler hat in seinem „Selbstporträt" ein schönes Zeugnis seines Könnens gegeben. j^EON SCHEINHAUS, geboren 1865 in Westrußland, ist als Kaufmann in Memel tälig. Widmete sich dem Studium der jüdischen Kultur- und Literaturgeschichte. Mitarbeiter der hebräischen Presse, veröffentlichte zahlreiche Aufsätze über kultur- und literalurhistorische Themen. Scheinhaus ist auch im Gcmeindeleben tätig und genießt großes Ansehen. jgDMOND FLEG, geb. 1874 in Genf, lebt in Paris. Fleg vertritt die neujüdische Bewegung in den Ländern französischer Sprache. In seinen Gedichten, Theaterstücken und Romanen zeigt er seine innige Verknüpftheit mit der jüdischen Tradition. Fleg hat auch Werke jiddischer Schriftsteller ins elsässische Juclendeulsch übertragen. Unter anderen erschien: Anthologie Juive, L'enfant-Prophete (deutsch: „Der kleine Prophet), „Moi'se". die Gedichtbände: „Ecoute Israel", „Le Mm de Pleurs", „Le Psaume de la Terre promise", das Drama: .,Le Juif du Pape" n. a.