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Menorah · 1930-09-01 · Heft 9-10 (September 1930) · p. 506

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
8 (1930)
Issue
Heft 9-10 (September 1930)
Article
Die hebräische Publizistik in Wien [Rezension]
Date
1930-09-01
Page
506 (sequence 1)
Language
German
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DIE HEBRÄISCHE PUBLIZISTIK IN WIEN. In drei Teilen: I. von Dr. Bernhard Wachstem; II. von Dr. I. Taglicht; III. von Dr. Alexander Krislianpoller. Wien H).°>0, Selbstverlag der Historischen Kommission der israelitischen Kullusgemeinde Wien. Die Veröffentlichungen der Historischen Kommission sind der Geschichte der Juden in Deutschösterreich gewidmet. Vorliegender Band ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Erforschung dieser Geschichte, seine Bedeutung geht aber über diesen Rahmen weil hinaus. In drei Gruppen werden uns die in Wien in den Jahren 1821—1889 erschienenen hebräischen Zeitschriften ihrem Inhalte und ihrer Eigenart nach vorgeführt. Auf eine allgemeine Einleitung, die den beireffenden Zeitraum und die für diese Gruppe in Betracht kommenden Männer und Werke allgemein bespricht, folgen in alphabetischer Reihenfolge die Abhandlungen über die einzelnen Mitarbeiter der behandelten Zeitschriften. Von diesen Mitarbeitern, die vielfach in den entlegensten Provinzen der ehemaligen Monarchie gelebt haben, werden neben allen ihren Aufsätzen mit Quellenangabe auch nach Möglichkeiten die persönlichen Daten mit Belegen mitgeteilt. Die Mühe, der sich die Verfasser vielfach unterzogen haben, um diese, oft sonst nicht vermerkten, Daten zu ermitteln, ist auf vielen Seilen ersichtlich. Dafür werden ihnen auch die Chronisten jener Länder, denen die behandelten Persönlichkeiten ihrem Lebenslauf nach angehören, wo aber vorläufig nichts in dieser Richtung geschieht, zu großer Dankbarkeit verpflichtet sein. Aber nicht nur in dieser Beziehung geht dieses Werk weit über den Rahmen der Geschichte der Juden in Dcutschöslerreich hinaus. Für die Wissenschaft des Judentums ist es besonders wichtig, daß der wissenschaftliche Ertrag jener Zeit genau registriert wurde. Die Zahl jener, die mittelbar, oder gar unmittelbar, dem Kreis dieser Zeitschriften angehörten, wird immer kleiner. Der bibliographische Apparal, der uns heule die Benützung moderner wissenschaftlicher Zeitschriften so bedeutend erleichtert, war zu jener Zeit noch nicht vorhanden. Das vorliegende Werk hat uns diesen, so nahen und doch so lernen Zeitraum wieder ganz nahegebracht. Dieser Umstand ist deshalb von Wichtigkeit, weil es in manchen Fragen, wohltuend wirken würde, wenn man die allen Ansichten wieder einer Prüfung unterziehen würde. Auch da, wo die Methode und die Ergebnisse schon längst überholt sind, wird deren Kenntnis für die Wissenschaft von Xulzen sein. Das Vergegenwärtigen des Überhollen kann vor Rückfällen schützen, die man ja noch immer gelegentlich wahrnehmen, kann. So bietet das vorliegende Werk eine wertvolle Forschung zur Geschichte der Juden in Wien, ist aber auch für die Geschichte anderer Länder und überhaupt für die Wissenschaft des Judentums von besonderer Bedeutung. B. .V. KL ABEND: CHINESISCHE LYRIK. Phaidon- Verlag, 1920. Als man noch Lyrik las. gab es eine Zeit, da Übertragungen orientalischer Gedichte modern waren. Man übertrug Hafts und Amaru, Bhartrihari und Omar Chajam, kurz jeden bedeutenden östlichen Dichter, dessen man habhaft werden konnte. Diese ganze Übersetzungsliteratur war größtenteils von Übel; schon darum, weil sie unkontrollierbar war: verslanden die Leser ja zumeist ebensoviel von den Ursprachen wie die Übersetzer selbst: nämlich gar nichts. Wie es bei solch einer Übertragung zuging, das konnte man gelegentlich einer Polemik über die Belhgeschen Nachdichtungen feststellen. Das Fazit war: entweder mangelte die Kenntnis des Textes oder die dichterische Legiti-

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