Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 8 (1930)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1930)
- Article
- Leon Kellner: Meine Schüler ... [Rezension]
- Date
- 1930-07-01
- Page
- 410 (sequence 1)
- Language
- German
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——» ->■ s^ss^--^ t^i^ ' ^eJF* """^ LEON KELLNER: „MEINE SCHÜLER". Mit einem Geleitwort von Richard Beer- II o f ni a n n. Paul Zsolnay-Verlag, Wien. Wir, die Leon Kellners Aufstieg miterlebt haben, war die Zeit seiner Leiden und Freuden als Millelschullehrcr wohlverf raul. Manches haben wir in lebendiger Darstellung erfahren und meist alles gelesen, was dieses Büchlein bringt. Die Worte spielerisch, der GesamteindrucU bedeutungsvoll, die Seele gewiegt von köstlichem Vatergliick, erzählt Kellner von seiner Klasse 1 a. die er Kopf um Kopf /artlich preist und oft kritisch darstellt. Hierüber ein zwingender Satz von ihm: Der Mann, der das Sprüchlein erfunden hat, ..den die Götter hassen, den machen sie zum Lehrer", war niemals Klassen vorstand in der 1 a. So liebe, herzige Kerlchen habe ich noch nie unter meinem Szepter gehabt. Welche prächtige Galerie von Kinderköpfen ist da beisammen". Aber diese Liehe isl nicht blind. Denn schon in der ersten Stunde versucht dieser merkwürdige Lehrer die mutmaßlichen Spitzbuben, die kleinen Schelme in seinem Notizbuch festzunageln. Der Leser findet am Tore dieses Schulhauses eine Führung klar weisend, hell leuchtend, ein Meislerstück deutscher Wortkunsl von Bcer-Hofmann. Er sagt von Leon Kellner, „daß er ein Lehrer von Geburt sei, weil er zweimal ein wahrhaft Liebender, und zweimal ein wahrhaft Ehrfürchtiger war. Das eine Mal, da er sein Herz in Liehe an das, was ihn überdauern sollte am die .Tugend nach ihm — gab in Ehrfurcht bangend vor kaum erwachten morgendlichen Seelen, die zu hüten ihm anvertraut vnr. Das andere Mab da er seine Liebe dem Andenken eines gab, der lang vor ihm gewesen in Ehrfurcht vor dem Werk, das eine große Seele — irrend, ringend, in Leid und Zweifeln und Verzichten, jauchzend und schluchzend — schuf. Und der ein Lehrer von Geburt war, weil er erfaßte, was eines Lehrers wundervolles, einfaches Amt sei: Zu stehen zwischen dem, was war und dem, was .sein wird. Zu hüten, was, noch unvergessen, aus Vergangenem heriiberragt, was noch an unsere Seelen zu rühren vermag, was wir vergängliche Menschen darum noch ein Weilchen lang u n. vergänglich nennen dürfen d a s, ehrfürchtig zu hüten, unnt mit reinen Händen von Seele zu Seele weiter zu reichen an nach uns Kommende ,1) a ß d j e F a ekel nicht e r 1 ös c h c!" Heinrich Y ork-St einer. S. PASS ARGE, IDAS JUDENTUM ALS LAND SCHAFTSKUNDLTCfl - ETHNOLOGISCHES PROBLEM. München 1929, J. F. Lehmann. Kanonen werden hier gegen Spalzen aufgefahren. Ein Rerg von Notizen aus aller band Wissenschaften soll den Glauben an eine besondere jüdische Rasse erdrücken. Aus der Landschaft Palästinas erklärt sich vielmehr die Eigenart der jüdischen Religion und moralischen Verworfenheit. Die jüdische Geschäftsmoral steht aeben der der Armenier, Griechen, und christlichen Syrer - die sich beim Verfasser für diese Ehre bedanken mögen die sexuellen Verirrungen des jüdischen Kultus neben denen der Drusen. Nun sind die Arier wieder einmal eindringlich vor der jüdischen Gefahr gewarnt. Wenn der Ausdauer, mit der hier seitenlang unverstandene Zitate, oft mit den ergötzlichsten Schnitzern, abgeschrieben werden, halbwegs die der Leser entsprechen sollte, so dürfte dieses Buch eine Verwirrung anrichten, die um so gefährlicher wirken kann, als sich der Verfasser auch mit dem Blutmärchen befreundet und mit dem Pogrom