Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1929)
- Article
- Ein moderner Tempel in Amsterdam
- Date
- 1929-11-01
- Page
- Seite 563 (sequence 5)
- Language
- German
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FIX MODFBXFH TFMPFL IN AMSTFRDAM FAy-i Scilcnf/anr/ unter der Frauewjateric richtet. Was wäre ein natürlicher, als dal.) er in aller Well eine einigt' Hallung annimmt. Dal,! er endlich von eiVekh-oller Willkür abläßt und durch eine im Wesen übereinstimmende Haltung die Cemeinsamkeit aller jüdischen Hi'lii»i<»silät zur Darstellung bring!. Was wäre größer, was würdiger! Man darl' mich nicht mißverstehen. Selbstredend wird der Tempel auch künftighin - sowie jedes andere moderne Bauwerk ----- den Charakter seines Landes, seiner Menschen, seines Frbauers ausdrücken. Aber innerhalb einer Ordnung, einer Form, eines ..Stiles". Das letztgenannte Wort wird jedermann begreifen. Denn merkwürdig, je weniger er zu sagen weiß, was Stil ist. desto sicherer fühlt er seinen Mangel und dadurch auch schon seine Notwendigkeil. Freilich, auch der einsichtige Laie mag vielleicht eines jener prunkhaften Schaustücke, mit denen uns die Tempelbauer der jüngsten ratlosen Vergangenheil überall bedacht haben, an Orl und Stelle schön finden. Aber halle er sie alle einmal, wenn auch nur in Bildern, vor sich beisammen, er würde ihr (iemisch aus Kuppeln und Türmen, aus echtem Marmor und billiger Farbe, aus Anleihen bei allen nur denkbaren, niemals jüdischen Stilen erschrocken und cnlselzt als das empfinden, was es ist: als ein stilloser, unhaltbarer Wirrwarr.