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Menorah · 1929-11-01 · Heft 11-12 (November 1929) · p. 542

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 11-12 (November 1929)
Article
Unsere Autoren : Norman Bentwich ; Heinrich York-Steiner ; Wilhelm Hanauer ; J. Opatoschu ; Micha Josef Berdyczewski ; Ernst Müller
Date
1929-11-01
Page
542 (sequence 1)
Language
German
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UNSERE AUTOREN j^fORMAN BENTWICH, geb. 1883 in London, studierte an der Universität in Cambridge. Vom Jahr 1910 bis 1913 war Bentwich Mitherausgeber der Zeitschrift Jewish Review. Seit 1908 war er als Jurist tälig und ist jetzt Generalstaatsanwalt in Palästina. (In letzter Zeit wurde er seitens der Araber als Jude in dieser Stellung stark bekämpft.) Er ist Autor verschiedener Bücher, darunter: The Law of Private Property in War, Philo- Judaeus, Joscphus and Hellenism. J-JEINRICH YORK-STEINER, geb. 1. Juli 1859 in Seniza (Tschechoslowakei), besuchte dort die vierklassige deutsche Volksschule der jüdischen Gemeinde, lernte in Wien die Kaufmannschaft, bildete sich seither als Autodidakt künstlerisch und literarisch fort, kam nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, schrieb unter dem Pseudonym H. York, veröffentlichte dort die „Künstlerfahrlen vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean". Kam 1884 nach Wien zurück, wo er halb kaufmännisch, halb literarisch auch als Chef einiger Verlagsanstalten tätig war, veröffentlichte die Novellenbände „Anti", „Mutler Eva" und „Der Talmudbauer", das Drama ,,Der hohe Kurs", „Die Kunst als Jude zu leben" mit dem Leitmotiv „Minderheit verpflichtet''. Er gehörte zum engeren Kreis der Mitarbeiter Theodor licrzls und dessen Zeitschrift „Die Welt" und schreibt für periodische Zeitschriften über Politik, Volkswirtschaft usw. ILM ELM HANAUER, Dr. med., Arzt, San.-Rat, a. o. Professor für soziale Medizin an der Universität Frankfurt a. M., geboren 1866 in Richen (Baden), studierte in Würzburg, Slraßburg und München. Seit 1892 Arzt in Frankfurt a. M. Arbeitsgebiete: Soziale Medizin und Hygiene. Medizinische Statistik und Statistik der Juden. Verfasser von: „Die soziale Hygiene des Jugendalters", „Die Arbeiterwohnungsfrage", „Die Säuglingsslerblichkeit in Frankfurt" usw. Mitarbeiter an zahlreichen Sammelwerken und Zeitschriften. J OPATOSCHU (Pseudonym für Josef Opatowski), geb. 1. Jänner 1887 in Mlawa (Polen), lebt in New York, einer der bekanntesten jiddischen Erzähler der Gegenwart, Verfasser der Romantrilogie „In Polens Wäldern", von der bisher zwei Bücher „Der letzte Waldjude" und „Der Aufsland" außer im jiddischen Original in deutscher, englischer, polnischer, französischer, russischer und hebräischer Übersetzung erschienen sind; schrieb ferner die Romane „Roman eines Pferdediebes" und „Die Tänzerin" sowie zahlreiche Erzählungen und Novellen. jyjICHA JOSEF BERDYCZEWSKI (Pseudonym M. J. bin Gorion), geb. 1872 in Rußland, erlangle das Doktorat der Philosophie an einer deutschen Universität, lebte viele Jahre in Deutschland, wo er auch im Jahre 1925 starb. Bedeutender hebräischer Schriftsleller und Publizist, weit über die Grenzen des hebräischen Sprachkreises durch seine großangelegten Sagen und Legendensanimlungen „Der Born Judas" (5 Bände) und „Die Sagen der Juden" (6 Bände) bekannt geworden, schrieb auch Skizzen und Aufsätze in jiddischer Sprache. J}R ERNST MÜLLER, geb. 1880 zu Mißlitz (Südmähren), legte seine akademischen Studien an der Wiener Universität ab (Philosophie, mathematische Fächer), betätigte sich in der Frühzeit in der zionistischen Bewegung und später auf jüdisch-kulturellem, später noch auf verschiedenen philosophischanthroposoplüschen Gebieten; lebte 1907 bis 1909 als Lehrer in Palästina und ist seit 1911 an der Bibliothek der Wiener Israelitischen Kullusgemeinde tätig. Er übersetzte aus dem Hebräischen die Geschichte BiaÜks (1. Aufl. 1911, veränderte Neuauflage 1922), femer Abraham ibn Esras „Buch der Einheit" (1920), sowie mit Hugo Knöpfmacher zusammen den zweiten Band von Achad Haams Schriften (1924). Ferner gab er eine Einführung in die Kabbala heraus unter dem Titel: „Der Sohar und seine Lehre" (1. Aufl. 1921, 2. Aufl. 1923) nebst einzelnen Übersetzungen. (Fortsetzung siehe Seite ß:i7.)

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