Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1929-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1929) · p. Seite 392

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
7 (1929)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1929)
Article
Die Judenviertel Budapests
Date
1929-07-01
Page
Seite 392 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2912821-2912891-2912897-2923849--08045-2924006
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

392 ME NOR A II! W K E R K AMSIC KT Zeitgen. Darstellung der Einweihung der Synagoge in der Tabakgasse (Pest), 6. Sept. /«S'ö.O geistigkeil der „Pesler Kreise" sehr früh eine Reaktion der konservativ gestimmten Provinzgemeinden hervorgerufen, was dann auf dem berühmten „Kongreß" im Jahre 18f>9 zur unvermeidlichen Spaltung in der ungarischen Judenheit führte. Heute existiert in Pest neben der großen, zirka 200.000 Seelen zählenden israelitischen Kullusgeineinde eine sich sielig ausbreitende orthodoxe Gemeinde, die beide zusammen an den hohen Feierlagen last 200 Gebelhäuser lizenlieren. In neuerer Zeil macht sich eine Abwanderung der vermögenden Bevölkerung nach den gesunden, gebirgigen Teilen Ofens bemerkbar, wählend die jüdische Bevölkerungszahl Pests stagniert. Dagegen führt die Pesler Gemeinde noch immer, was die kulturellen, humanitären, sanitären Ansiallen anbelangt, die mustergültig sind. Sicher ist. daß die J u d e n es waren, die Budapest zu einer gekannten und anerkannten Großstadt gemacht haben. Für ihre produktive Kraft ein einziges Beispiel: das Grab eines Pester Juden, der den ('infachen Namen Isak Löwy führte, trägt die stolze Inschrift: ,,Begründer und Vater einer Grol.tgemeinde." Löwy halle im Jahre 1835 von einem (baten Karolyi eine leere Sandwüste in der Gemarkung Pest gepachtet, urbar gemacht und dort das erste Haus und die erste Fabrik, im nächsten Jahre auch die erste Synagoge errichtet, gleichzeitig im Kaufvertrag mit der Herrschaft auf ewige Zeilen festgelegt, daß in diesem Gemeindewesen niemals Zünfte zugelassen werden. Heute ist dieses ,,N e u p e s t" eine Sladt mit mehr als 00.000 Einwohnern, zugleich mit einer ansehnlichen jüdischen Gemeinde. U n;/• ' ■ ' 1 r* Lm. Flucht der Juden ins Stadtwäldchen —'fMärz 1849 Skizze ron Franz JJjhuzy

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.