Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1929)
- Article
- Unsere Autoren : Jacob Jacobson ; Karl Lieblich ; Edna Ferber ; Alfred Fürst ; Max Eisler ; Siegfried Schmitz ; Aurelie Gottlieb ; Leo Goldhammer ; Arthur Kronthal
- Date
- 1929-07-01
- Page
- 334 (sequence 1)
- Language
- German
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UNSERE AUTOREN J}R. JACOB JACOBSON, geboren 27. November 1888 in Schrimm (Provinz Posen), absolvierte das Gymnasium in Gnesen, studierte an den Universitäten Breslau, München, Berlin und Marburg. 1913 Erzieher an der Samsonschule in Wolffenbüttel, 1914 bis 1918 im Heeresdienst. Unmittelbar nach dem Kriege Promotion und Staatsexamen. Seit 1920 Leiter des Gesamtarchivs der deutschen Juden in Berlin. Verfaßte eine Reihe von Aufsätzen zumeist zur Geschichte der posenschen und Berliner Juden. J£ARL LIEBLICH, als Sohn ostjüdischer Eltern, die 1891 aus Galizien auswanderten, 1895 in Stuttgart geboren. Nach Beendigung des juristischen Studiums und nach kurzer anwaltlicher Praxis lebt Lieblich jetzt als freier Schriftsteller. 1923 erschienen die epischen Werke „Die Traumfahrer", 1924 „Die Welt erbraust", 1926 „Das proletarische Brautpaar" im Verlage Eugen Diedrichs, Jena. Seit diesem Jahr rechnet eine starke Umkehr und Hinwendung zum Judentum, die vielleicht noch Früchte zeitigen wird. T7DNA FERBER ist als Kind jüdischer Eltern 1887 in Kalamazoo (Michigan) geboren, machte ihren Weg als Tagesschriftstellerin und Mitarbeiterin literarischer Magazine. Ihre Frauenromane haben die Aufmerksamkeit der literarisch interessierten Welt auch in den europäischen Ländern auf die in Amerika schon lange sehr beliebte Autorin gelenkt. Der Roman „So big" (So groß) wurde mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet und war durch 22 Monate das beslgekaufle Buch Amerikas. JJR. ALFRED FÜRST, 1877 in Eisenstadl geboren, jetzt Professor am jüdischen Gymnasium in Budapest. Veröffentlichte 1908 eine folkloristische Studie über seine Geburtsstadl: „Sitten und Gebräuche einer Judengasse", ferner verschiedene Arbeiten in Zeilschriften und Sammelbüchern. JT^R. MAX EISLER, Universitätsprofessor in Wien, Kunsthistoriker, siehe „Menorah" Nr. 3/4 dieses Jahrganges. glEGFRIED SCHMITZ, Dr. phil. (Pseudonym E. G. Fried), geboren 27. Dezember 1886 in Neu-Titschein, Mähren), Schriftsteller und Redakteur in Wien. Bis 1927 Redakteur der „Wiener Morgenzeitung", seither in österreichischen und deutschen Tageszeitungen und Zeitschriften publizistisch tätig. Arbeiten aus dem Gebiete der jüdischen Kultur- und Literaturgeschichte, Ubersetzer zahlreicher Werke der jiddischen Literatur (Perez, Scholem Alehem, Schalom Asch, Opatoschu u. a.). Bearbeiter der Sagensammlung „Sippurim" (2. Aufl., R. Löwit Verlag, Wien) und zusammen mit Dr. Max Präger der Sammlung „Jüdische Schwanke" (1928, R. Löwit Verlag, Wien). \ URELIE GOTTLIEB, Dr. phil., studierte an der Wiener und an der Berliner Universität. Lebt jetzt als Gattin des bekannten Malers Leopold Gotllieb in Paris und betätigt sich schriftstellerisch als Mitarbeiterin an verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Ihr spezielles Gebiet sind kunstkrilische Arbeiten, doch arbeitet sie auch vielseitig als Übersetzerin literarischer Werke. J^EO GOLDHAMMER, Dr. jur., geboren 18. März 1884 in Michaileni (Rumänien), Rechtsanwalt in Wien, Präsident der zionistischen Organisation Österreichs, Mitglied des Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde. Soziologischer Schriftsteller, Verfasser zahlreicher bevölkerungsstatistischer Arbeiten, u. a. „Die Juden Wiens" (1927, R. Löwit Verlag, Wien); „Die Juden Mährens" (1928, Verlag M. Hickl, Brünn), sowie von Arbeiten über jüdische wirtsehafts- und bevölkerungspolitische Probleme. ^RTHUR KRONTHAL, 1859 in Posen geboren, Industrieller und Großkaufmann, Stadtrat von Posen, Mitglied zahlreicher öffentlicher Körperschaften. Nachdem er sich von beruflicher Arbeit zurückgezogen hat, widmet er sich philanthropischen Aufgaben sowie der Erforschung kulturhistorischer Fragen der ehemaligen Provinzen Ostpreußen und Posen.