Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 7 (1929)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1929)
- Article
- Vorentwurf 1926 für die Synagoge in Dieburg (Hessen) [Illustration]
- Date
- 1929-05-01
- Page
- 279 (sequence 1)
- Language
- German
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Em. J. Margold Vorentwurf 1926 für die Synagoge in Dieburg (Hessen j ERLÄUTERNDE BEMERKUNGEN ZU DEM UNTRERE DER SYNAGOGE IN DIEBURG Die Aufgabe, die diesem Projekt zugrunde liegt, lag darin, auf dem jetzigen Platz der alten Synagoge in Dieburg, einer kleinen Kreisstadt in I iessen, einen einfachen, aber immerhin repräsentativen Neubau erstehen zu lassen. Der Grundriß gliedert sich in der Hauptsache um den nach Osten gelegenen Großen Betraum, im Verfolg daran den Kleinen Betrau m, anschließend die Schul- und Amtsräuine der israelitischen Gemeinde. Es ist selbstverständlich, daß eine derartige Aufgabe nur nach dem Gesetz der Sachlichkeit gelöst werden kann. Der Große Betraum liegt vertieft, die Betreihen steigen emporenartig an. Der ALMFMOR nach Osten gerichtetauf Stufen erhöht, dahinter die Orgel eingebaut, wodurch die Mystik gesteigert wird. Das Ganze in Gold mit roten und tiefblauen Farbabstufungen, Betreihen ebenfalls rot, der Fußboden in großen schwarz-weißen Marmorplatten, die teilweise durchbrochen sind für die Zuführung der im Keller befindlichen Warmluftheizung. Die Decke glatt gestuckt, mit Goldfolien belegt und schellackiert. Garderoben und Waschräume sowie die Eingänge zur Synagoge getrennt nach Geschlechtern, wobei für die Frauen eine eigene Galerie vorgesehen ist, die vom Betraum durch eine goldene Grillage abgetrennt ist. Der große Betraum ist durch zwei Stockwerke durchgeführt und befindet sich anschließend rechts der große Sitzungs- und Versammlungsraum der Gemeinde, links davon der Trausaal. Anschließend daran der kleine Betraum für Wochentage mit einer eigenen Abteilung für Frauen. In diesem Stockwerk befinden sich noch die Amtszimmer des Rabbiners, im zweiten Stockwerk die Wohnung desselben. Das Lehrzimmer befindet sich im Parterre.