Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Article
- Mann mit Blumen [Illustration]
- Date
- 1928-11-01
- Page
- 624 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- illustration document
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tienoch Barcynskt I Mann mit Blumen DER WEG DES ARNOLD ZWEIG Von Bertha Badt-Strauß. E8 ist noch nicht lange her, daß Arnold Zweig hier in der „Menorah" in seiner eindringlich bohrenden Weise den geheimnisvollen Bindungen zwischen der Seele des Juden und dem Buche nachgrübelte. „An dieser Bindung könnte man den Juden voll beschreiben, von innen her" hieß es da. „Seine besondere Haltung zum Worte wäre allererst zu zeichnen, diese Lockerheit der Rede, die geschmeidige Beweglichkeit der Vorstellung des Denkens zur Zunge hin, die Vertraulichkeit zur Welt und zur Gutartigkeit des Seins zwischen Mensch und Mensch, ohne welche Mitteilung nicht möglich wäre; und daß der Jude durch das Wort, das er spricht, in göttlichen Rausch erhoben werden kann und zur Tat, zur wirklichen, folgenvollen Tat durch gehörtes Wort." Kein besseres Spiegelbild des Schreibers selbst als Juden und als Mann des Wortes könnte uns gezeichnet werden. Und so beginnen wir eine Betrachtung des scheinbar verschlungenen und doch zielsicheren Weges von Arnold Zweig am besten, wenn wir dies ungewollte — oder doch halb gewollte? — Selbstbildnis wie eine Fakkel unserer Wanderung voran tragen. An den Wendepunkten dieses Dichterweges wird uns immer von neuem diese besondere Stellung zum Wort, zur Welt, und durch das Wort zur Tat entgegentreten. Der Mann, dem wir einige der merkwürdigsten Zeugnisse un-