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Menorah · 1928-10-01 · Heft 10 (Oktober 1928) · p. 601

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 10 (Oktober 1928)
Article
Die drei Sabbattischlieder des Jizchak Luria
Date
1928-10-01
Page
601 (sequence 1)
Language
German
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Die drei Sabhattischlieder des Jizchak Luria Ins Deutsche übertragen von Ernst Müller. 1. Bereitet das Mahl des vollendeten [Bundes, In Wonne des heiligen Königs zu /warten Bereitet des Königs festliches [Mahl): Das Mahl für den heiligen Aepfel- [ garten Der „Kleingesichtige" komme zumal Und der heilige Alte, Mitfeiernd das MahL Will singen in Worten Den Stieg zu den Pforten, Des „Aepfelgartens" IIeil igen Or ten. Wir rüsten auf neuem Tische zum Mahle, Die gütige Lampe Zu Raupten uns strahle. Von rechten und linken Scharen geleitet. Schreitet die Braut, In herrlichem Prangen. Der Gatte umarmend Schenkt ihr Erfüllung. Aus Tiefenenthüllung Kommt schmetternde Kraft. Daß Qualen und, Schreie Der Hölle verwehen, Wenn Antlitze neue Und Geister entstehen. Die mächtige Freude Mag mit sich vermähleny Schon Tieigt sich ein Leuchten Und Segen den Seelen. Brautführer nahet Und tut eure Weisen, Daß Arien und Wesen In Scharen er kreisen. Daß Seelen sich schaffen Und Geister erzeugen Auf zweiunddreißig Pfaden, In dreifachem Reigen. Wirkt siebzig Kronen Dem Könige oben! Im Heiligen ist alles Zur Krönung erhoben! Die offen und heimlich Durch Welten sich breiten, Der „Alte der Tage" Weist sie in Weiten. Oh woir er, daß Wonne Des Namens erfülle Das Volk, sich in Süße Wie Honig ergieße. * Nun will die stille Lampe Nacli Süden ich richten, Den Tiscli mit dem Brote Im Norden schlichten. *\ Hie von den Kabbalisten auch liturgisch verwendete Dichtung wird im Namen des großen kabba! istj - sehen Meisters, der im IG. Jahrhundert in Sätet (Palästina) wirkte, überliefert. Sie ist in aramäischer Spruehc, in einem dem des Soluir verwandten seltsamen Idiom abgefaßt und enthält .seltene, oft neuartige Wortbildungen. Rhythmus und lleimlorm des Originals wurden in der L'ebersetzung beibehalten. Für die Deutung wurde «1er Kommentar r'^'lDi Z'V-^ (Neun Scmirotli Jissracl) von Israel Saruk herangezogen. ') Die drei Mahlzeiten sind den drei höchsten himmlischen Miichten geweiht. Es sind ,,der heilige Alto'": das makrokosnvische Lrprinzip; der .,Kleingesic!\(.ige": das mikrokosmischc Lrprinzip; der ,,Acp l'elgarlen" oder ,,der Langgcsichtige'' als die zwischen beiden sich erstreckende Geislesregion. Die sonst last gleichlautenden Einleilungsverse des ersten und /.weiten Liedes (hier fortgelassen) enthalten dieselbe Dreilieil in and e reu Reihenfolgen.

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