Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1928)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1928-10-01
- Page
- 546 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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UMSCHAU Jür die Zeit vom 26. August bis 10. Oktober 1928. AUS ALLER WELT Die Reichsarheitsgemeir.schaft der jüdischen Landesverbände in Deutschland hielt in Berlin eine Tagung ab, die sich mit sozialen und politischen Fragen befaßte. — Der preußische Kultusminister hat zum jüdischen Sachverständigen Rabbiner Dr. Baeck, Berlin, bestellt. — In Braunsehweig wurde Dr. Kopfstein, ein jüdischer Rechtsanwalt, zum Richter ernannt- — Zur Vorbereitung eines Weltkongresses der religiösen Kräfte für den Weltfrieden, hat sich ein Komitee gebildet, dem von jüdischer Seite Chief- Rabbi Dr. Hertz angehört. — Die Wahlen in die jüdischen Kultusgemeinden in Galizien brachten überall starke Erfolge der Zionisten, welche in einigen Städten auch die Mehrheit der Sitze errangen. — In Rußland dauern die massenhaften Schließungen von Synagogen und die Verfolgung der jüdischen Lehrer an. — Zum Vizebürgermeister von Chicago wurde der Rechtsanwalt Samuel Eltman gewählt. — Das abgeänderte Numerus-clausus-Gesetz in Ungarn hat die Zahl der aufgenommenen jüdischen Hörer noch weiter herabgedrückt. EREZ JISRAEL In der Nähe von Herzlia wurden 3000 Dunam Boden i'ür eine neue Kolonie erworben, welche den Namen Nathan Strauß tragen soll. — Eine Reihe von Privatleuten beabsichtigt erhebliche Kapitalien in der Pl'lanzungsindustrie anzulegen und Kühlhäuser zu errichten. Größere Bodenkäufe wurden bereits vorgenommen. — Der Haushalt der palästinensischen Regierung weist für das erste Halbjahr 1928 ein erhebliches Defizit auf. — Der Führer der arabischen Exekutive erklärte den Kampf gegen die Bail'ourdeklaration weiter zu führen. — In Jerusalem wurde eine Ausstellung der palästinensischen Presse eröffnet. — In Warschau wurde eine Kommission gebildet um auf dem Wege über Palästina, die Orientmärkte dem polnischen Export zu eröffnen. — Hebräische Lehrer haben Syrien und den Libanon besucht um das dortige Schulwesen zu studieren. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Die Gesellschaften HICEM bringen einerlei he Landwirte aus Neurumänien nach Frankreich, wo sie als Landarbeiter Beschäftigung finden sollen. — Siebzig Prozent der litauischen Auswanderer sind .Juden, welche hauptsächlich nach Südamerika wandern. — Amerikanische Juden wollen ihre Verwandten in Rußland mit Hilfe der Kolonisationsgesellschaft Ozet in den Krimkolonien auf individueller Basis ansiedeln. — Die Berliner jüdische Gemeinde soll eine gemeinnützige Krankenversicherung und Sterbekasse ins Leben rufen. WISSENSCHAFT UND KUNST Prof. David Sehorr berichtete in Berlin über die Pflege der jüdischen Musik in Palästina. — Der Künstler Arno Nadel beging seinen 50. Geburtstag. — In die Jury für den Wettbewerb des Synagogogenbaues in Zürich wurde Architekt Mendelssohn, Berlin, berufen. Zum Wettbewerb sind jüdische Architekten aus aller Welt zugelassen. — Arnold Zadikow erhielt den Rompreis der preußischen Akademie für Künste. — Der Bildhauer Moses Czil'fer veranstaltet Anfang Oktober eine Ausstellung in der Holbein-Galerie, Wien. — In Salona wurde ein jüdischer Friedhof durch den katholischen Gelehrten Dr. Fran Bulic entdeckt, der aus der Römerzeit stammt. /'^'THPJP\A /\ "Ti ^1 T—TTT-^~P Größte internationale Kunstwerkstätte für V/ JL JL AX^JLx\.JlV v3Vw^JL JLJLL X. Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, L, Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefen seit mehr als an d e rtha 1b Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder IWtuken. - .Spezialität: ß rau t"s ch ei t el. diese werden der Miidchenfrisur mitverblüffender Täuschung nnchgemnch£ -