Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1928)
- Article
- Bibliographie [Rezension]
- Date
- 1928-06-01
- Page
- 416 (sequence 1)
- Language
- German
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BIBLIOGRAPHIE ARTHUR SCHNITZLER, THERESE. Chronik eines Frauenlebens. S. Fischer Verlag, Berlin. Die blutvolle Gestaltungskraft eines Dichters erhebt den Weg nach Golgatha zu dramatischem Erleben. Aus dem Leiden der Heldin erwächst das Mitleid des Lesers, so daß im Werke Schnitzlers jene Kraft der sittlich läuternden und veredelnden Ethik offenbar wird, die das Drama auf der Bühne und im Roman zu einer „moralischen Anstalt" werden läßt. Wir werden auf dieses Buch noch zurückkommen. ERWIN RIEGER, STEFAN ZWEIG. J. M. Spaeth Verlag, Berlin. Das Leben Stefan Zweigs ersteht in diesem Buche: wie aus einem unbeschwerten und spielerischen Leben durch die Zeit der Katastrophen und der Verwirrung ein in sich geschlossenes Leben ganz sich formt, wie aus den Stufen einer menschlichen Entwicklung das Werk entsteht und sich aufbaut und wie die Bedeutung dieses Werkes beginnt in die Breite zu wirken. EDNA FERBER, DIE MÄDCHEN. Verlag Gebrüder Enoch, Hamburg. Die Verfasserin ist eine der meistgelesensten Schriftstellerinnen Amerikas. In ihren Romanen befaßt sie sich meist mit der Entwicklung des Mittelstandes, besonders aber mit dem für Frauenherzen wichtigen Problem: der Frage der Selbständigkeit der weiblichen Jugend in den bestimmenden Punkten ihres Seins, der Berufswahl und der Liebe. In drei Mädchenschicksalen, Großtante, Nichte und Großnichte, verkörpert sich das Entwicklungsbild von drei Generationen. Die Gebundenheit der Generation in der Mitte des vorigen Jahrhunderls und das Durchdringen zur völligen Freiheit in der Generation des Weltkrieges wird mit einer lebendigen Schilderung des Entstehens und Großwerdens der amerikanischen Weltstadt, des Familienlebens und des ewigen Auf und Ab amerikanischer Schicksale in reizender humorvoller Skizzierung verknüpft. FJODOR GLADKOW, ZEMENT. Verlag für Literatur und Politik, Wien—Berlin. Ein Roman aus dem Sowjetleben; die Geschichte der Tragik der großen Idee, die zu ihrer Verwirklichung aus den geistigen Höhen der Theorie in die Niederungen des menschlichen Alltags, der Unzulänglichkeit der menschlichen Charaktere herabsteigen muß. Erfrischend ist die von parteimäßiger Sentimentalität freie naturalistische Darstellung der Überzeugungen und Stimmungen des heutigen Rußland und die Poesie, mit der der Autor den Sieg der Idee über alle Widerwärtigkeiten zu feiern weiß, wenn nach jahrelangem Stillstand und Sabotage die Räder sich zu neuer Arbeit zu drehen beginnen. M. W, Kaufmanns Verlag Leipzig Die Kunst als Judo zu leben Von Heinrich York-Stoiner Ein Buch Uber das Zusammenleben von Juden und Christen, das erste in seiner Art 670 Seiten stark, vornehm ausgestattet, brosch. Mk. 13-50 in Ganzleinen geb. Mk. 16*— Zur Klärungjener Probleme, die, von Juden und Christen aufgeworfen, in ihrer Gesamtheit die sogenannte Judenfrage bilden 20 spannende Kapitel, populär geschrieben, -wissenschaftlich belegt, u. a.: Bibel und Evangelien — Hat Jesus gelebt, war er ein Jude? — Talmud — Unterschiede zwischen Judentum und Christentum — Minderheit — Sind die Juden ein Handelsvolk — Stellung der Juden zu Katholiken und Protestanten — Antisemitismus — Zionismus — "Über jüdisches Familienleben — Unser Weg GRINDELWALD, Berner Oberland 1050 m ü. M. HOTEL SILBERHORN Telephon 79 Modern eingerichtet, Bäder, Terrassen, schöne Gresellschaftsräume, großer Garten JOHANNA ABELES & SOHN MIEDERSPEZIALITÄTEN WIEN, L, ROTENTURMSTRASSE 2 3 Lehrgut „IMMENHOF", Dessow Mark b Berlin Amtlich anerkannte Lehrwirtschaft 7ur AUSBILDUNG IM GARTENBAU Gute rituelle Verpflegung und Sabbatruhe. Schöne Naturgegend. Faehm. Ausbildung. Auf Wunsch auch Unterweisung in Hebräisch u. jüd. Schrifttum Der „Immenhof'1 bietet seinen Eleven ein jüdisches Heim Herausgeber Dr. Norbert Hoff mann, Eigentümer und Verleger Habrith-Verlagsgesellschaft m. b. H., sämtlich Wien, I., Zelinkaga^se 13. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, V., Margaretengürtel 22. Druck der WakLheim-Eberle A. (x. (verantwortl.: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3— ix.