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Menorah · 1928-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1928) · p. 365

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1928)
Article
Typenprobe aus Nebim Rischonion C. Jonat. Targum [Illustration]
Date
1928-06-01
Page
365 (sequence 1)
Language
German
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ipJi'q^ilnp37^^KTp\in>- {ln^^pi,^*^^3^"nK K "O^IPP^ PH1^ »|tnn?j;<So» Typenprobe aus Nebim Rischonion / C.Jonat. Targum, David Kimchi et Levi Gersonidis Comm. Gedruckt von Don Samuel d'Ortas und seinen drei Söhnen, Leiria 1494 (Blätter der Soncino-Gesellschaft) DIE GRAPHISCHEN KÜNSTE Die älteste Urkunde, die wir wohl über einen jüdischen Graphiker haben, dürfte das Protokoll des Rates zu Landau vom 3. Februar 1520 sein, in dem sich der Schwiegervater des Kartenmalers Meyer Chaym beim Rate beschwert, daß zum Schaden seines Schwiegersohnes Juden an anderen Orten Spielkarten kauften, denn „er kond sie selbst machen und sich anderer gew/erb entschlagen, damit die Juden umbgiengen". Es ist anzunehmen, daß der Kartenmaler seine Spielkarten in der damals üblichen Form ausführte, nämlich in Holzschnitten, so daß Meyer Chaym — allerdings nur urkundlich und nicht durch eigene Werke — als der älteste uns bekannte jüdische Holzschneider zu gelten hat. Fraglich ist es auch, ob der Buchdrucker Chaim Schwarz, der 1626 in Prag die erste Pessach-Hagada mit Holzschnitten herausgegeben hat, selbst Holzschneider war, und nur die Söhne des Malers Mose dal Castellazzo, die 1521 einen Pentateuch nach Zeichnungen ihres Vaters mit Holzschnitten schmückten, und David Laudi, der 1550 in Cremona als Kupferstecher tätig war, kennen wir als Graphiker des 16. Jahrhunderts. Vom 17. Jahrhundert werden auch nur wenige Namen überliefert. Von dem Kupferstecher Salomon Italia kennt man nur zwei Porträts in Kupferstich, das des Jacob Juda Leon von 1641 und das des Menasse ben Israel aus dem folgenden Jahr. Außerdem stammen von ihm die hochinteressanten Kupfer einer Megilla (Esterrolle), die in 25 gleichmäßigen Portalen den geschriebenen Text einfassen, eine der wertvollsten Megilla-Bearbeitungen, die sich in der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin befindet. — In Amsterdam arbeiteten noch die Kupferstecher Belmonte, Godines, Almeyda und Abraham b. Jakob, der 1695 die Stiche für die erste mit Kupferstichen geschmückte Pessach-Hagada, die bei Moses Wesel erschien, schuf.

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