Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1928)
- Article
- Elternlied
- Date
- 1928-05-01
- Page
- 283 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Franz VC^erfe? / Ehernlied Kinder laufen fort. Langher kanris noch gar nicht sein, kamen sie zur Tür herein, saßen zwistiglich vereint alle um den Tisch. Kinder laufen fort. Und es ist schon lange her. Schlechtes Zeugnis kommt nicht mehr. Stunden Argers, Stunden schwer: Scharlach, Diphtherie! Kinder laufen fort. Söhne hangen Weibern an. Töchter haben ihren Mann. Briefe kommen, dann und wann, nur auf einen Sprung. Kinder laufen fort Etwas nehmen sie doch mit. Wir sind ärmer, sie sind quitt, und die Uhr geht Schritt für Schritt um den leeren Tisch. Aus: Franz Werfet, „Gedickte"Verlag Paul Zsolnay, Wien DER TANZ DER GENOSSEN s gab eine Erinnerung im Leben des jungen Grafen Jan J_J Wodziezky, Gutsherrnsohn von Sassow. Er hatte Erinnerungen gern, er spielte mit ihnen, er lockte sie wie kleine Vögel an sich heran. Diese Erinnerung aber rief er nie. Und selten, nur selten kam sie von selbst, überwältigte ihn auf Ritten durch die endlosen polnischen Wälder, im Festsaal beim Tanzen der Mazurka und war von solch einer süßen tiefen Schönheit, daß es sein glattes Rokokogesichtchen wie in jäher Ekstase in die Höhe riß. Es war vor sieben Jahren gewesen, er hatte, fünfzehnjährig, bei einer Bauernhochzeit zugesehen. Hatte anfangs die elegant hochmütige Miene des vornehmen Gönners bewahrt. Aber unter den Bauern jungen waren einige seines Alters gewesen. Und er hatte schon immer solch eine Sehnsucht nach Alters- Legende Von Klara Blum