Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1928-05-01 · Heft 5 (Mai 1928) · p. 258

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 5 (Mai 1928)
Article
[Nachricht]
Date
1928-05-01
Page
258 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2912821-2912879-2912885--06526-2922057
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

UMSCHAU für die Zeit vom 26. März bis 25. April 1928 AUS ALLER WELT Die Zählung der Juden in Bulgarien ergab eine Bevölkerung von 4627 Familien mit 19.330 Seelen. In Jugoslawien zählte man 99 Gemeinden mit 73.267 Seelen. — Die Gesellschaft „Freunde Israels" wurde vom päpstlichen Stuhle verboten. — Die jüdische Jugend organisiert den Empfang der jüdischen Besucher bei der diesjährigen Olympiade in Amsterdam. — In Jerusalem fand eine internationale Missions-Konferenz statt. — Der preußische Landesverband hat den Entwurf des neuen preußischen Judengesetzes einmütig angenommen. — Im polnischen Sejm forderte der Deputierte Grünbaum Abschaffung der noch in Polen geltenden zaristischen Judengeselze. — Die gegenwärtige polnische Regierung hat die Verwirklichung des Konzessionsgeselzes, das für die jüdischen Gewerbeinhaber eine schwere wirtschaftliche Bedrohung beinhaltet, unterbrochen. — Die Delegierten der jüdischen Völkerbundligen haben bei der Brüsseler Tagung eine Denkschrift gegen die Verfolgung der Juden in Rumänien überreicht. — Die Sowjet-Regierung hat die Organisation „Hechaluz" aufgelöst. EREZ JISRAEL Für die produktive Beschäftigung der Arbeitslosen wurden in Amerika 25.000 Pfund gespendet. — Col. Symes, Chef des Zivilsekretariats des High-Commissioner, wurde nach Aden versetzt. — Einer der Anführer der Demonstration gegen die Mißhandlung jüdischer politischer Gefangener durch Polizeiorgane wurde zu Gefängnis und Landesverweisung verurteilt. — In Palästina gibt es 400 jüdische, 122 arabische und 58 christliche Ärzte. In den Regierungsämtem zählt man 7 jüdische und 52 nicht jüdische Ärzte. — In Kundgebungen der Zionisten-Revisionisten wurde die Ausgeslaltung der hebräischen Universität zu einer Lehrstätte für die jüdische Studentenschaft gefordert. — Zwischen der englischen Regierung und Emir Abdullah von Transjordanien wurde ein Abkommen geschlossen, das die Unabhängigkeit des Emirs anerkennt. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Der Israelitische Krankenunterstützungsverein in Stuttgart feiert sein 75jähriges Bestehen. — Bernhard Baron (London) hat bisher lK Millionen Pfund für Wohlfahrtszwecke gespendet. — In die Vereinigten Staaten wanderten 1927 12.084 Juden ein. — Mehr als 20.000 Juden erbaten bei der jüdischen Gemeinde in Warschau Unterstützung, um die Pessachtage feiern zu können. — Für das russische Kolonisationswerk sollen von amerikanischen Philanthropen neuerlich zehn Millionen Dollar gespendet werden. — In Berlin wurde eine Gesellschaft zur Unterstützung des jüdischen Siedlungswerkes in Rußland gegründet. Die ersten 200 Familien sind zur Ansiedlung im Rayon Biro-Bidschan (Sibirien) bereits abgereist. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Rabbiner Dr. Cohn (Stuttgart) wurde zum Rabbiner von Ulm bestimmt. — In Deutschland bereitet sich die Gründung einer interterritorialen überparteilichen Organisation „Schomre Schabbos" vor. — In Ungarn wurde eine Gesellschaft „Jehuda Halevy" zur Pflege der Wissenschaft des Judentums begründet. Präsident ist Oberrabbiner Immanuel Low. WISSENSCHAFT UND KUNST Der Gelehrte Prof. Simonson (Kopenhagen) feiert seinen 75. Geburlstag. — Das Moskauer jüdische Staatstheater begann ein Gastspiel in Berlin. — Ing. Prof. Alda Pontremoli wird den Nordpolforscher Nobile bei seinem Fluge über den Nordpol begleiten. — Das Theater Habimah ist nach Absolvierung eines Gastspieles in Italien in Palästina eingetroffen; die ersten Vorstellungen haben bereits stattgefunden. — Der Maler Leopold Gottlieb wurde vom französischen Senat beauftragt, die Porträts einer Anzahl hervorragender Persönlichkeiten zu malen. — Die schwedische Akademie der Wissenschaften hat Prof. Einstein zu ihrem Mitgliede gewählt. — Der Bildhauer Glicenstein veranstaltete eine Ausstellung in New York. — Josef Grob (Wien) feierte sein 25jähriges Schriftstellerjubiläum. OTHM A ^^HTTTT GrößteinternationaleKunstwerkstätte für V>J x XAlVjLMLrV ^X^jrjULr JT Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, L, Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken« ■ Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Madchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht ——

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.