Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 3 (März 1928)
- Article
- An unsere Leser! [Nachricht]
- Date
- 1928-03-01
- Page
- 131 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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AN UNSERE LESER! Zufolge einer Reihe jLortgesetzter Verteuerungen in der Herstellung der Menorah und der Erhöhung der Posttarife werden wir uns genötigt sehen, die Bezugs gebühr um ein geringes zu erhöhen. Die Erhöhung gilt vom Beginn des 2. Quartals 192S und wird unseren Beziehern mit geteilt werden. Wir hüten unsere Freunde auch weiterhin ihre Unterstützung uns zu bewahren und beizuheljen, den Bestand der Menorah sicherzustellen. Der Herausgeber EINZIGARTIG KÜNSTLERISCH HILRVORRAGEND, WISSENSCHAFTLICH UND LITERARISCH WERTVOLL £r Wir empfehlen die Menorah für die nächsten 9 Monate des Jahres 1928 » Jedes lieft wird einen abgeschlossenen Band, darstellen Das Ganze ein Werk voll Schönheit und hoher Kultur Nie ist das Judentum würdiger dargestellt worden i? Inhalt und Form, Bildwerke und Reproduktionen sind mustergültig- und daher geeignet, das Ansehen des Judentums zu erhöhen ts Die Menorah ist ein passendes Geschenk für jede Gelegenheit. Das Bezugsrecht für ein Jahr bringt den Geber allmonatlich in angenehme Erinnerung und kostet kaum den vierten Teil eines ähnlichen illustrierten Werkes # Man bestellt die Menorah bei der Verwaltung, Wien, I., Zelinkagasse 15 — Berlin, Cliarlottenburg, Goethestraße 17a, in den meisten Ländern bei jeder Postanstalt Versuch einer lautgerechten hebräischen Schrift In Köln hat sich ein Verein für Phonetik der hebräischen Schrift gebildet und über seine Ziele in einer kurzen Denkschrift berichtet. Er dient den Bestrebungen, die hebräische Sprache laulgerecht zu drucken und zu schreiben, um die Erlernung des Hebräischen zu erleichtern. Zu diesem Zweck setzt er phonetische Zeichen an Stelle der jetzt üblichen Nckudot, die wie die anderen Buchslaben zwischen den Konsonanten gedruckt werden. Die bisher üblichen Nckudot sind für manche Zwecke, zum Beispiel für die Schreibmaschine, aus technischen Gründen ungeeignet, insbesondere ist der Druck teurer und auch das Lesen durch die Kleinheit der Zeichen und durch die Unklarheit des Wortbildes erschwert; manche dieser Zeichen sind auch für die Aussprache überflüssig. Infolgedessen ist man dazu übergegangen, auch populäre Schriften ohne Nekudot zu drucken. Dies bedeutet ein Hemmnis für alle, die durch die Lektüre der neuhebräischen Literatur ihre Sprachkenntnisse erweitern wollen. Daß die neue Schrift ein Bedürfnis selbst für Palästina ist, ergibt sich daraus, daß täglich neue technische Bezeichnungen für Begriffe entstehen, die in der alten Literatur nicht zu finden sind. Die Folge davon ist, daß auch in den hebräischen Tageszeitungen solche Worte mit lateinischen Buchstaben hinzugefügt werden, um sie verständlich zu machen. Der Schriflstcller B e n - A w i hat den Versuch gemacht, für das Hebräische die lateinische Transkription einzuführen. Abgesehen davon, daß dies dem konservativen Sinne des Judentums widerspricht, wird hieclurch die grammatische Grundlage verwischt, weil auch die lateinischen Konsonanten nicht mit denen des hebräischen Alphabets identisch sind. Es müßten also für verschiedene Buchslaben des Alphabets neue Zeichen gefunden werden. Daher sind die neuen Behelfszeichen vorzuziehen, die dem Charakter der hebräischen Quadratschrift entsprechen. Es ist auch