Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- Heft 3 (März 1928)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1928-03-01
- Page
- 130 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Baku 1× ep/1000527
- Ukraine 1× ep/1001131
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UMSCHAU für die Zeit vom 26. Jänner bis 25. Februar 1928 AUS ALLER WELT In Berlin starb Geheimrat Georg Minden, Führer der jüdischen Reformgemeinde. — Der amerikanische Philanthrop Nathan Straus vollendete sein 80. Lebensjahr und spendete aus diesem Anlasse für palästinensische Zwecke 100.000 Dollar. — In Berlin fand die diesjährige Hauptversammlung des C. V. statt. — In Leningrad leben heute 84.500 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 1,300.000. — Die ungarische Regierung hat eine Vorlage zur Abänderung des Numerus clausus-Gesetzes eingebracht, welches zwar keine Vermehrung der Zahl cler jüdischen Studenten an den Universitäten zuläßt, aber doch im Abgeordnelenhause auf große Widerslände stößt. — In Wien hat sich unter dem Vorsitz des Vertreters Österreichs beim Völkerbund (Graf) Mensel orff ein Propaläslina-Komitee konstituiert. — Auf der internationalen Kölner Presseausstellung. „Pressa 1928", wird eine jüdische Sonderschau zu sehen sein. Die Menorah wird aus diesem Anlasse ein Sonderheft erscheinen lassen. EREZ JISRAEL In Jerusalem wurden mehrere Erdstöße verspürt, die wenig Schaden anrichteten. — Die Zündholzfabrik Nur in Akko wurde vom schwedischen Zündholztrust erworben. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE In Berlin wurde eine jüdische Genossenschaftsbank gegründet, um dem Kreditbedürfnis der zahlreichen jüdischen Kleinexistenzen entgegenzukommen. — Das vom Joint in Jerusalem seit 1919 eingesetzte Komitee für Waisenfürsorge wurde aufgelöst und die Fürsorge eingestellt. — Die russische Regierung hat erklärt, für die jüdische Kolonisation in der Ukraine und Krim keine verfügbaren Bodenflächen mehr zur Verfügung stellen zu können, dagegen in Ostsibirien an den Ufern des Amurflusses Land zu überlassen. Das Gebiet ist auch klimatisch sehr ungünstig gelegen; der Winter dauert dort acht Monate. — An den preußischen Universitäten inskribierten 1927 2312 jüdische Studenten (4*5% der Gesamtzahl). — Die Wiener Kultusgemeinde bildete ein Komitee, um den Bestand der von Oberrabbiner Prof. Chajes geförderten jüdischen Wohlfahrts¬ und Kullurinstitutionen sicherzustellen. — In Kanada sind im Jahre 1927 4815 Juden eingewandert. — Seit dem Jahre 1914 hat der Joint für charitative und konstruktive Zwecke den Betrag von 69 Millionen Dollar ausgegeben. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Zum Oberrabbiner von Moskau wurde Jacob Kleines gewählt. — In PrzemysI starb Rabbi Gedalja Schmelkes, Begründer der Misrachibewcgung in Galizien. — In Baku wurde eine Jeschiwa für die kaukasischen Juden (zirka 50.000 Seelen) eröffnet. WISSENSCHAFT UND KUNST Unter dem Titel Thesaurus Medicus llcbraicus erschien in Jerusalem ein von Dr. A. Malchi hergestelltes Lexikon, das 4000 medizinische Termini in hebräischer Sprache wiedergibt und erläutert. — In Meran starb die Witwe nach Moriz Lazarus, die bekannte Schriftstellerin Nahida Ruth-Lazarus (Reiny). — In München (Verlag B. Heller) erscheint unter dem Titel „Das Zelt" eine neue Zeitschrift für die jüdische Jugend. — Die am Sinai gefundenen Inschriften, die angeblich eine Beurkundung der Existenz Moses enthalten sollen, wurden in das Museum von Kairo überführt. Der Streit um die Authentizität der Übersetzung geht weiter. — Im Münchner Glaspalast wird eine Ausstellung des Malers I. W. Schülein gezeigt. f^TI-JA Vi A R ^r^p-TTT^F Größte internationale Kunstwerkstätte für V^J 1 lTlVlyvlV l5\^JLJL1JL M. Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kämtncrring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. —— Spezialität: Brautscheitel, diese Verden der Mädchenfrlsur mit verblüffender Täuschung nachgemacht ■ ■-"