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Menorah · 1928-02-01 · Heft 2 (Februar 1928) · p. 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
6 (1928)
Issue
Heft 2 (Februar 1928)
Article
[Nachricht]
Date
1928-02-01
Page
66 (sequence 1)
Language
German
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UMSCHAU für die Zeit vom 26. Dezember 1927 bis 25. Jänner 1928. AUS ALLER WELT In München fand eine Tagung des Reichsverbandes jüdischer Lehrervereine Deutschlands statt. — Herr Julius Rothschild, Präsident der israelitischen Landesversammlung Württemberg, feierte seinen 70. Geburlstag. — In Wien starb Dir. Sigmund Epler, Präsidialmitglied des österreichischen Kercn Hajessod. — Auf der Leipziger Frühjahrsmesse werden in zwei Pavillons die Ergebnisse der jüdischen Kolonisation in Rußland und Palästina gezeigt werden. — In Belgrad fand ein Kongreß der jugoslawischen israelitischen Gemeinden statt, der u. a. die Gründung eines Rabbinerseminars beschloß. — Die jüdische Gemeinde in Zagreb veröffentlicht einen Rechenschaftsbericht, der auch eine Reihe werlvoller populär-wissenschaftlicher Arbeilen enthält, um hiedurch das Interesse für jüdische Dinge in ihren Milgliederkreiscn zu heben. — In Lemberg fand eine Konferenz orthodoxer Rabbiner statt, die eine Unterstützung der polnischen Regierungsparteien bei den Wahlen in den Sejm beschließen sollte. — Die litauische Regierung hat einen Gesetzentwurf veröffentlicht, der bestimmt, daß jede Synagoge und Bethausgemeinde alle drei Jahre ihren Rabbiner neu zu wählen hat. — Die von Henry Ford gegründete antisemitische Zeitschrift ,,Dearborn Independent" hat ihr Erscheinen eingestellt. — In Wien starb Leopold Hilsner, das Opfer eines Ritualmordprozesses in den Achlzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Hilsner wurde erst nach dem Umstürze durch eine Amnestie aus dem Kerker befreit. EREZ JISRAEL Sir Alfred Mond hat zur Unterstützung der Arbeitslosen 20.000 Pfund gesammelt und begibt sich persönlich nach Palästina, um die wirtschaftlichen Verhältnisse aus eigener Wahrnehmung zu prüfen. — Die Palästina- Regierung wird bei den AuiTorslungsarbciten 500 jüdische Arbeitslose beschäftigen. — Am 1. Jänner ist die neue palästinensische Gemeindeordnung in Kraft getreten. Gleichzeitig wurde auch probeweise das metrische System für Maße und Gewichte eingeführt. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Die Zahl der jüdischen Auswanderer aus Polen verläuft in den Jahren 1925 bis U>27 in absteigender Linie. Während 1925 zirka 31.000 Personen auswanderten, waren es im Jahre 1927 nur 19.000. Ein Viertel davon wandte sich nach den Vereinigten Staaten, der Rest verteilt sich hauptsächlich auf die übrigen Einwanderungsländer des amerikanischen Kontinents. Nach Palästinn wanderten 1927 zirka 1179 Personen aus. — In Landsberg a. W. wurde ein Allersheim eingeweiht. — In Berlin fand die dritte jüdische Emigrationskonferenz stalt. — Dem Kongreß der Vereinigten Staaten wurde eine Bill unterbreitet, welche eine Einwanderungssperre gegenüber Personen aus Rußland, Tschechoslowakei, Litauen und Lettland bedeutet. — Der Joinl-Ica Foundation unterhält in Osteuropa 535 Kreditgenossenschaften mit 135.000 Mitgliedern. Die Wiederaufbauableilung hat über 10.000 zerstörte Häuser aufgebaut. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER In Ulm starb Rabbiner Dr. F. Slraßburger. — In Berlin fand eine Tagung des Zentralrales der Agudas Jisroel statt, WISSENSCHAFT UND KUNST Bei der Mainzer Tagung des Verwaltungsrates der hebräischen Universität wurde die Schaffung eines Lehrstuhles für jiddische Sprache und Literatur an der Jerusalemer Universität beschlossen. Das hiefür notwendige Kapital von 100.000 Dollar wird durch den Herausgeber der Zeitung „Der Tog" in New York gespendet. Die Mainzer israelitische Gemeinde überreichte den Teilnehmern an der Tagung die numerierte Vorzugsausgabe unseres Sonderheftes „Magcnza" als Ehrengabe. — Die Breslauer Synagogengemeinde plant die Schaffung eines jüdischen Museums. — In Warschau wird eine Hochschule für die Wissenschaft des Judentums gegründet werden. — Nach einem Wettbewerbe für Architekten aller Nationen wurde für die Erbauung des Völkerbundhauses in Genf ein Plan des jüdischen Architekten J. Flegenheimer und M. Nenot zur Ausführung angenommen. — In Berlin fand eine Ausstellung des Malers L. Pasternak statt. — Der erste Band der großen jüdischen Enzyklopädie ist vor einigen Wochen erschienen. — In Odessa wurde ein Museum für jüdische Kultur der Ukraine eröffnet. ATTJ A M A TJ Cf^TITtTF" Größte internationale Kunstwerkstätte für V^/ X JLllVjLx\I\ k3 V^xlJLr JL Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. — Spezialität: Brautsdieitel, diese werden der Mäddhtenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemadit ■

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