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Menorah · 1927-12-01 · Heft 12 (Dezember 1927) · p. 744

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 12 (Dezember 1927)
Article
Mainz [Stadtansicht] [Illustration]
Date
1927-12-01
Page
744 (sequence 1)
Language
German
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Mainz und seine Kunst zur Zeit Maharils ie Zeil, da Maharil in Mainz lebte, war eine politisch unruhige. -1—* aber sie Jag sozusagen z w i s e Ii en den großen Ereignissen und auch ihre Bedeutung in kultureller und künstlerischer Beziehung gilt hauptsächlich als Reflex der Bewegungen, die vom XIII. Jahrhundert einst ausgingen und im XIV. Jahrhundert sich auswirkten. Damals wurde das Stadtbild geschalfeil und die nächsten Jahrhunderte ergänzten dieses nach innen und außen. Eine beträchtliche Bautätigkeit, die namentlich das XIV. Jahrhundert auszeichnete, eine Verschönerung der Stadt und eine freie Regsamkeit der Bürgerschaft beschloß zu Anfang des XV. Jahrhunderts kleinlicher Hader und Unfriede hervorgerufen durch die finanzielle Misere der städtischen Belange. Dazu kamen die höchlich unerquicklichen Zustände im Reich, das zu jener Zeit ein Wenzel, ein Ruprecht und ein Siegmund .,regiertet Das Raubrittertum stand in höchster Blüte, so daß die Städte sich gegen dieses zu einem Bund zusammenfanden. Dem geistigen Leben in der Stadl taten die steten inneren Mißhelligkeilen und die damit verbundene Auswanderung unzufriedener Patriziergeschlechter Abtrag. Auch das jüdische Leben war gleich dem der christlichen Bürgerschaft dauernd beunruhigt (Schuldentilgungsvertrag mit den Mainzer Juden vom 9. Januar 1391!) und die Ereignisse drängten immer mehr nach jenem Schreckensjahr 1462, das für immer den Untergang der bürgerlichen Freiheit von Mainz bedeutete. Aber rein äußerlich blieb das Bild der aurea moguntia unversehrt und keine Kriegsgreuel und keine Brandschäden beeinträchtigten den, des Rheines Ufer säumenden, Stadtaspekt. Überhaupt konnten die entstehenden Differenzen und unerquicklichen finanziellen Begebenheiten zunächst weder dem bürgerlichen Leben und noch viel weniger dem der Geistlichkeit erschütternde Auswirkungen bringen. Die starken

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