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Menorah · 1927-12-01 · Heft 12 (Dezember 1927) · p. 698

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 12 (Dezember 1927)
Article
[Nachricht]
Date
1927-12-01
Page
698 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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UMSCHAU für die Zeit vom :*0. Okiober 1927 bis 31. November 1927 AUS ALLEN LÄNDERN Die israelitische. Kullusgemeinde in Yarazdin (Kroatien), Königreich S. IT. S., begehl am 8. Dezember 1927 die Feier ihres 150jährigen Bestandes, verbunden mit dem 125jährigen Jubiläum der Chcwra Kadischa und 100jährigen Jubiläum des israelitischen Erauenwohlläligkeilsvereines. An fast allen ungarischen Hochschulen kam es zu schweren Ausschreitungen gegen die jüdischen Hörer, die mit Gewalt am Besuche der Vorlesungen verhindert werden. — Der Warschauer Magistrat beschloß die Erbauung von drei Schulgebäuden für jüdische Schulen. — John Rockefcllcr hat der palästinensischen Regierung zwei Millionen Dollar zwecks Errichtung eines archäologischen Museums zur Verfügung gestellt. — Nach den Friedhofschändungen kamen in Lüneburg und Königsberg Synagogenschändungen vor. — In Belgrad wurde Seh. de Majo als erstes Mitglied des jugoslawischen Parlaments gewählt. — Der Hilfsverein der deutschen Juden veranstaltete eine Kundgebung in München zum Zwecke der Förderung und Errichtung einer Badeanstalt in den jüdischen Kolonien Südrußlands. — Der C. V. hielt seine Hauptversammlung in Berlin unter starker Beteiligung ab. EREZ JISRAEL Die zionistische Exekutive und Agudas Jisrael fordern von der palästinensischen Regierung in einem gemeinsamen Memorandum Autonomie für das jüdische Schulwesen. —- Auch in Palästina ereignete sich eine Friedhofschändung durch Araber bei der Kolonie Beer Towija. — Im September wanderten 'MY2 Personen ein und 793 aus. — - Die Regierung beabsichtigt eine Reform der Bodenslcuer, die als kolonisationshindernd bekämpft wird, durchzuführen. — Baron Edmond Rothschild erklärt sich bereit, 18.000 Pfund für das hebräische Schulwerk in Palästina zur Verfügung zu stellen unter der Bedingung, daß der religiöse Charakter der Schulen gewahrt wird. — Über die Beschwerde, daß jüdische Arbeiter bei Vergebung der Regierungsarbeiten nicht berücksichtigt werden, hat der Oberkommissär eine Kommission für die Verteilung der öffentlichen Arbeiten eingesetzt. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE In den neuen polnischen Provinzen Posen und Pommerellen wrurden 127 jüdische Gemeinden aufgelöst. --- Im Frühjahr 1928 werden vom Joint weitere 2000 Familien in Südrußland angesiedelt werden. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER in Mainz verstarb Rabbiner Dr. Samuel Bondi. —- In London verstarb Rabbiner Doktor Joel Blau. —- Der polnische Babbinerverband fordert von der Regierung den Ausschluß aller Gegner der jüdischen Religion aus den Verwaltungskommissionen der jüdischen Gemeinden. — Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums beging die Feier ihres 25jährigen Bestandes. - Rabbiner Dr. Esra Münk (Berlin) beging seinen 60. Geburtstag. ----- Der Oberrabbiner von Preßburg, Akiba Schreiber. feiert seinen 50. Geburlstag. WISSENSCHAFT UND KUNST Bei den Ausgrabungen der amerikanischen archäologischen Gesellschaff wurde angeblich 'Belli El in der Gegend zwischen Jerusalem und Nablus an einer Stelle feslgeslelll, wo alte israelitische Geläße und Geräte in geringer Tiefe entdeckt wurden. - In jüdischen und nichtjüdischen Kreisen macht sich eine starke Protestbewegung gegen den Film „Der König der Könige" gellend. -- Der Stadirai von Odessa beschloß anläßlich der zehnten Wiederkehr des Sterbetages von Mendale Moeher sforim den Dichter durch Errichtung eines Grabsteines zu ehren. — Die Kunstsammlung der Berliner jüdischen Gemeinde hat eine Reihe von Bildwerken und graphischen Arbeilen neu erworben. Zum Kuslos dieser Sammlung wurde Dr. Karl Schwarz ernannt. -- Die Rothschildsche Bibliothek in Frankfurt wurde von der Sladtgemeinde übernommen. Der Maler Hans Adler zeigte in Berlin eine Kollektivausstellung seiner Paläslinabilder. — Prof. Dr. J. Elbogen leiert sein 2f)jähriges Lehrerjubiläum an der Hochschule für Wissenschaft des Judeniums in Berlin. -— In Warschau verstarb der jüdische Dichter und Sozialpoliliker II. D. Nomberg. — In Budapest, verstarb der Spinoza-Forscher Bernhard Alexander. Der Dichlor Franz Werfet erhielt den Schillerpreis. — In Budapest fand eine Ausstellung von Bildern Maxa Nordaus slall. IMeser Nummer liegt eine Ankündigung des Verlages 1 Juncker & Humblot, München, über das soeben (Ende 10^7) in neuer, unveränderter Au finge erschienene Werk : ^Werner Somhart Die Juden und das ^Xfirt Schafts!eh en bei, auf die wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Das berühmte Buch stellt in wissenschaftlicher und zusammen fassender Weise die Bedeutung fest, die den Juden für die Entwicklung des modernen Wirtschaftslebens zukommt.

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