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Menorah · 1927-11-01 · Heft 11 (November 1927) · p. 634

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 11 (November 1927)
Article
[Nachricht]
Date
1927-11-01
Page
634 (sequence 1)
Language
German
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UMSCHAU für die Zeit vom 25. September 1927 bis 26. Oktober 1927 AUS ALLEN LÄNDERN Anläßlich des 60. Geburtstages Walter Haihenaus fand eine Erinnerungsfeier unter Anteilnahme der deutschen Regierungsbehörden statt. — Der Prozeß in Konslanlinopel, in dem acht angesehene jüdische Bürger wegen Teilnahme an antilürkischen Demonstrationen angeklagt waren, endete mit einem Freispruch der Angeklagten. — Die Repräsenlantcnversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde wählte zum Vorsitzenden Geheimrat Julius Stern, zu Vizevorsilzenden Dr. A. Klee und Moritz Loeb. — Das amerikanische christliche Komitee für Hilfe an Juden, welches das Hillswerk des Joint unterstützt, hat für diesen Zweck eine halbe Million Dollar aufgebracht. — In Breslau fand eine Hauptversammlung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten statt, deren Beratung der Schaffung landwirtschaftlicher Kolonien gewidmet war. — In Belgrad wurde ein jüdisches Kriegerdenkmal enthüllt. — Der Anthropologe Prof. Wischniewski (Leningrad), berichtet von einem 10.000 Seelen zählenden jüdischen Stamme in Samarkand (Mittelasien), der wahrscheinlich seit mehr als 3000 Jahren in diesem Gebiete ansässig ist. EREZ ISRAEL Im Finanzjahr 1926/27 hat die Palästina- Verwaltung einen Überschuß von zirka 280.000 Pfund erzielt. — Die Regierung gewährt den Erdbebengeschädigten einen Staatskredit von 100.000 Pfund. —Baron Edm. Rothschild läßt für die Kolonien Jawneel und Beth Gan auf seine Kosten eine Synagoge bauen. — In Jerusalem und im Galil fanden Überfälle auf Juden statt. — Präsident Chaim Weizmann hielt sich einige Wochen in Palästina auf und beratschlagte über Maßnahmen zur Linderung der Krise. — Die jüdischen Fabrikanten und Arbeiter wenden sich gegen das geplante Handelsabkommen mit Syrien, das die junge jüdische Industrie zu vernichten droht. — Der Magistrat von Jerusalem vergibt die öffentlichen Arbeilen ausschließlich an arabische Unternehmer. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Der Verband für jüdische Wanclerfürsorge beschloß die Schaffung einer landwirtschaftlichen Arbeitsstätte zur produktiven Beschäftigung jüdischer Durchwanderer. — Eine Selbslmordstatistik ergab, daß perzentuell in Berlin die Selbstmörder unter Juden zahlreicher sind als unter Nichtjuden. - Nach einer Aufstellung des Verbandes jüdischer Kriegsbeschädigter in Polen zählte man nach dem Weltkrieg rund 600.000 jüdische Kriegsbeschädigte, darunter 100.000 in Polen. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER In Krakau fand eine Sitzung des Ausschusses der Agudas Jisroel statt, wobei die Bildung einer einheitlichen, unabhängigen, orthodoxen Gemeinde in Palästina beschlossen wurde. — An den polnischen Universitäten sollen zur Sicherung des jüdischen Religionsunterrichtes an den Mittelschulen Lehrstellen für judaistische Wissenschaft eingerichtet werden. — Zum Großrabbiner von Sofia wurde Dr. Ascher Hansnel gewählt. — Die jüdische Gemeinde in Chicago feiert ihr 80jähriges Bestehen. — Die Vereinigung für das liberale Judentum hält ihre diesjährige Hauptversammlung in Frankfurt a. Main ab. WISSENSCHAFT UND KUNST Der Stybel-Verlag hat seinen Silz nach Berlin verlegt und nimmt seine Tätigkeit durch Herausgabe einer Reihe von neuen Werken der hebräischen Literatur wieder auf. — Die Gesellschaft für die Wissenschaft des Judentums feiert ihr 25jähriges Bestehen. — In der königlichen Bibliothek in Kopenhagen wurde ein Georg Brandes-Zimmer eingerichtet. — Dem Berliner Architekten Erich Mendelssohn wurde die Neugestaltung der Friedhofsanlage in Königsberg, verbunden mit dem Neubau einer kleinen Synagoge, übertragen. „Fall" Schwarzbarth V on Dr. Siegfried Schmitz Wenn diese Zeilen erscheinen, haben die Pariser Geschworenen wahrscheinlich schon ihr Urleil über den jüdischen Uhrmacher Schalom Schwarzbarlh gesprochen, der am 25. Mai 1920 den früheren „Ataman der Ukraine" Semjon Petljura mit fünf Revolverschüssen niedergestreckt hat. Tat und Prozeß sind für die Welt das, was man „Sensation" nennt; in Wirklichkeit sind sie etwas f^TT-TA/l A T> C |^|—II |h "|h " Größte internationale Kunst werkstätte für V^/ A X AiVL-/"\.XY v3 V^XJLli JL Perü&en, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kämtnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol Udert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken. — SpezlalitAt: Brautacheltel, diese werden der Madcbenirisur mit verblüff ender Täuschung nachgemacht —

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