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Menorah · 1927-09-01 · Heft 9 (September 1927) · p. 502

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 9 (September 1927)
Article
[Nachricht]
Date
1927-09-01
Page
502 (sequence 1)
Language
German
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UMSCHAU für die Zeit vom 21. August 1927 bis 15. September 1927 AUS ALLEN LÄNDERN In Finnland, wo bis 1918 das Wohnrecht der Juden geradezu mittelalterlichen Bestimmungen unterworfen war, bestehen jetzt drei blühende Gemeinden mit zirka 2000 Seelen. — Dr. Ludwig Holländer (Berlin), Direktor des C. V., feierte seinen 50. Geburtstag. — Die neugewählte Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde hielt ihre erste Sitzung ab, bei der zum ersten Male Frauen als Repräsentanten erschienen. — Albert Landauer, Vizepräsident und Ehrenmitglied der Münchener israelitischen Kultusgemeinde, ist gestorben. — Der Kölner jüdische Friedhof wurde schwer verwüstet. — Der Prozeß Schwarzbarlh dürfte im Oktober in Paris stattfinden; die Anklageschrift ist Schwarzbarlh bereits zugestellt worden. — Aus Rußland ist der Rabbiner von Mohilew, R. S. Buck, ein Blutzeuge der Petljura-Pogrome, auf der Durchreise nach Amerika in Riga eingetroffen. Im Jahre 1926 betrug der Prozentsalz der jüdischen Studierenden an den preuI3ischen Universitäten 4-5%. — In der roten Armee sind 2K>% Juden.— Anläßlich des Esperantokongresses in Danzig wurde in Gegenwart von Esperantisten aus allen Ländern, den Vertretern der polnischen Regierung, des Warschauer Stadlrates und der jüdischen Gemeinde ein Denkmal für den Schöpfer des „Esperanto", Dr. Ludwig Zamenhof, auf dem Warschauer jüdischen Friedhofe enthüllt. — Auf der Ausstellung „Das junge Deutschland" in Berlin ist der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände (30.000 Mitglieder) vertreten. EREZ JISRAEL Für den Dienst in der Irak-Armee wurden eine Anzahl jüdischer Ärzte angeworben. — Das Gesetz über die Organisation der jüdischen Gemeinden wurde veröffentlicht und soll im August in Kraft treten. — Die Auslrockniingsarbeilen amKischonflusse (Haifa-Ba}-) wurden mit Regierungshilfe begonnen. — Die Zionisten Palästinas entsenden 27 Delegierte zum Zionisten-Kongreß. WANDERUNG UND SOZIALE FÜRSORGE Von den in Polesje (Polen) befindlichen 2000 jüdischen Waisenkindern, die in den t.Orl"-SchuIen zu Handwerkern herangebildet werden, wurden 50 nach Kanada gebracht, wo sie in die jüdische Farmerschule aufgenommen wurden. — Der russisch-jüdischen Kolonisationsgesellschaft Ozet wurde Land in der Gegend von Omsk (Sibirien) zur Begründung neuer jüdischer Siedlungskolonien zugeteilt. — In Berlin erscheint eine neue Zeitschrift: „Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge." JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Die jüdische Gemeinde in Bierstadt (Wiesbaden) beging die 100jährige Feier des Bestandes ihres Gotteshauses. — Die Konferenz der englischen Rabbiner wendete sich gegen den Reformismus, trat für die Stützung der Jeschiboth in Osteuropa und das Wiederaufleben des Sanhedrin ein, welches in religiösen Fragen die endgültigen Entscheidungen treffen soll. — Eine Konferenz der Rabbiner des jüdisch-theologischen Seminars in Cincinatti lehnte es ab, auf Anregungen zur Abänderung religionsgesetzlicher Vorschriften einzugehen. — Rabbiner Dr. Ernst Ehrentreu wurde zum Nachfolger seines Vaters an der Ohel-Jaakob-Synagoge in München gewählt und vom Vorstande bestätigt. WISSENSCHAFT UND KUNST In Baden-Baden fand eine Ausstellung des Malers Moritz Minkowsky stall. — Der englisch-jüdische Maler Solomon J. Solomon /^'Tl-JA/f A T> C^T-fTTTp Größte internationale Kunstwerkstätte für V>/ J. JL XIV JLjMLJTV v3 V^AJlJ.JL m. Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken, — Spezialltat: Brautscheitel, diese werden der Madchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht —

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