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Menorah · 1927-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1927) · p. 435

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1927)
Article
Zur Bibliographie der Gedächtnis- und Trauervorträge ... [Rezension]
Date
1927-06-01
Page
435 (sequence 1)
Language
German
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r^^^ ZUR BIBLIOGRAPHIE DER GEDÄCHTNIS- II ND TRAUERVORTRÄGE IN DER HE¬ BRÄISCHEN LITERATUR von Dr. Bernhard Wachstein. Wien 1927. XVI. + 52 + 1, zweite Folge, 8°. Veröffentlichungen der Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Mit umfassender Literaturkenntnis auf Grund eines reichen Quellenmaterials setzt der rühmlichst bekannte Gelehrte diese seine Veröffentlichungen aus dem Jahre 1922 fort. Dr. Wachslein gebührt Dank für die Erschließung dieses Quellenmaterials für die jüdische Geschichtsforschung. Freilich sollte man glauben, daß zur Kenntnis der Geschichte und der Literatur der neueren Zeit Nekrologe, verfaßt nach dem Grundsatze de mortuis nil nisi bene, nicht genug wichtig wären und doch sind bei den spärlich fließenden Berichten und bei dem mangelhaften Zustand der jüdischen Gemeindearchive auch diese Hilfsquellen wertvoll und willkommen zur Erforschung der jüdischen Gemeinde- und Gelehrlengeschichte. Hier soll erwähnt werden, daß noch im Jahre 1861 M. Pinner in seinem Werke „Grabschriften der berühmtesten Männer und Rabbiner in Europa und im Heiligen Lande" auf Seite 81 bis 85 ein Namensverzeichnis der in einer Reihe von Trauerpredigten erwähnten Männer gibt. Adolf Jellinek hat in seiner Bibliographie hebräischer Trauer- und Gedächtnisreden weitere Daten zusammengestellt. Die vorliegenden Arbeiten Bernhard Wachsteins sind aber nicht bloß als eine Fortsetzung jener anzusehen, sondern gehen von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus und sind auch nach Plan und Anlage ganz anders erfaßt. Die mit nötigen Einschränkungen auf das Zweckmäßigste verfaßten Fußnoten enthalten reichhaltiges biographisches Material. Wir bekommen hier Namen von zirka 1600 Personen, darunter Männer und Familien, die trotz ihrer Bedeutung erst durch diese Arbeiten unserer Kenntnis zugeführt werden. Bisher zweifelhafte oder irrtümliche Daten werden auf Grund sicherer Angaben festgestellt (siehe S. 26, 34, 35, 36, 40 usw.). Der in hebräischer Sprache verfaßte Nekrolog, Hesped genannt, ist zwar als eine Art talmudischer Vortrag, in dem damals gelehrten Stil gehalten, doch finden sich in demselben zerstreut, neben genealogischen Daten auch andere geschichtlich wichtige Angaben, die bis jetzt noch nicht benützt wurden, auf die der Verfasser gelegentlich aufmerksam macht (zum Beispiel über Judenverfolgungen S. 5, 25, 45, über Erdbeben S. 4, 7, 45, über Cholera S. 4, 7, 25 und andere statistische Daten S. 5. 9/6, 18, 17, 27, 31, 41, 45, über Gemeindestiftungen S. 11/5 35/4 usw.). Wachstein versucht mit großem Geschick die ins Hebräische transkribierten Ortsnamen zu identifizieren und geographisch zu bestimmen, von anderen gleich oder ähnlich lautenden zu unterscheiden, was nicht immer leicht ist. So ist dies zum Beispiel bei Benennungen der polnischen Ortschaften schwierig, da die hebräische Transkription sich bald nach der polnischen, bald nach der russischen Benennung richtet, je nach der Zeit vor oder nach der Teilung Polens. Oft aber auch liegt der Transkription die bei den Juden gebräuchlichen Namen zugrunde (Pomorzany - Pamurin, Grodek - Gröding, Kopyl, Brzesko-Brigl). Es ist zu begrüßen, daß der MnmfinllrtiPV münlirli ssssääb Kann & Fried UlllllUyilllltJ lllUyilUI de Chine perMeter nur S 5*90 bei mm, VI., Li,,kÄrci,c 40

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