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Menorah · 1927-04-01 · Heft 4 (April 1927) · p. 206

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 4 (April 1927)
Article
[Nachricht]
Date
1927-04-01
Page
206 (sequence 1)
Language
German
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UMSCHAU für die Zeit vom 21. Februar 1927 bis 20. März 1927 AUS ALLER WELT Anläßlich der Pariser Tagung der II. Sozialistischen Internationale fand zwischen den Delegierten der palästinensischen Arbeiterschaft und der englischen Labour Party eine Besprechung statt, bei der die jüdischen Vertreter über das Verhalten der Regierung bei Arbeitskonflikten und wegen der mangelnden Beschäftigung jüdischer Arbeiter Klage führten. — Die Weltorganisation Misrachi beging die Feier des 25jährigen Bestandes. — In Berlin starb Justizrat M. Sonnenfeld, der Vorsitzende der Landesversammlung der preußisch-jüdischen Gemeinden. — In Washington fand die Jahresversammlung des amerikanisch-jüdischen Kongresses statt, bei der ein Protest gegen die Judenverfolgungen in Rumänien an die Öffentlichkeit gerichtet wurde. — Oberlandesgerichtsrat Dr. Alfred Neumayer, Präsident des Landesverbandes der bayrisch-israelitischen Gemeinde und erster Vorsitzender der Kultusgemeinde München feiert seinen 60. Geburtstag. — Es jährte sich der 100. Todestag Moritz Ellstädters, der 25 Jahre (1868 bis 1893) badischer Finanzminister war. — Generalkonsul Eugen Landau (Berlin), Mitbegründer des Hilfsvereines der deutschen Juden, feierte seinen 75. Geburtstag. — Die Zwangs-Sonntagsruhe und die Steuerpolitik der litauischen Regierung zwang 3000 jüdische Handelsunternehmungen zur Betriebseinstellung, wodurch die Auswanderung (meist nach Südamerika und Südafrika) stark zunahm. — Ascher Kohn (Lodz), der jüdische Textilkönig von Polen, beging sein 30 jähriges Berufsjubiläum. EREZ JISRAEL Im vorigen Monat kamen in Palästina äußerst heftige Schneefälle vor. — Der deutsch-englische Handelsvertrag wurde auf Palästina ausgedehnt. — In der Nähe des Kischon sollen auf Nationalfondsboden sechs neue Kolonien für 282 Familien gegründet werden. — Zum erstenmal seit Jahrhunderten sind die Jerusalemer Wasserreservoire (Salomonische Teiche) wieder voll gefüllt. — In Jerusalem wird ein österreichisches Konsulat errichtet, mit dessen Leitung Legationsrat Haas (ein Nichtjude) betraut wird. — Im Jänner sind nach Palästina 181 Personen eingewandert, 536 Personen ausgewandert. — Lord Plumer feierte seinen 60. Geburtstag. — Die Wählerschaft aller jüdischen Parteien (einschließlich Agudas Jisroel) hat sich für die Wahlen in den Munizipalrat von Jerusalem zu einem Wahlblock zusammengeschlossen, um so möglichst der drohenden Benachteiligung durch die Wahlkommission, die judenrein zusammengesetzt wurde, zu entgegnen. — In Tiberias bilden die Juden die Mehrheit der Kommunalwähler. — Die Pica will auf den 20.000 Dunam, die durch Entsumpfung der Kabara gewonnen wurde, große Pflanzungen anlegen. Abraber zerstörten mutwillig die ersten gepflanzten Weingärten. — Den 13.080 jüdischen Einwanderern des Jahres 1926 stehen 7365 (56%) jüdische Auswanderer gegenüber. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Abg. J. Grünbaum erklärte bei seiner Anwesenheit in Amerika, daß mindestens eine Million Juden Polen verlassen müsse, um sich in anderen Ländern eine Existenz aufzubauen. — Die jüdische Gemeinde Berlin hat ein Werkheim für jugendliche Erwerbslose begründet. — Für die fachliche Ausbildung der Emigranten in den Auswanderungsländern wird durch Fachschulen, die von der Gesellschaft Ort errichtet werden, vorgesorgt werden. — In Jerusalem fand in Anwesenheit Nathan Strauß die Grundsteinlegung für das /^T^Tlliyf A r> C^l-ITtrir Größte internationale Kunstwerkstätte für J. JlJLI t JLrVlY i3\^JrXJLr JL Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken. 1 Spezialltat: Brautscheitel, diese werden der Mädchenfrlsur mit verbluffender Tauschung nachgemacht ■

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