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Menorah · 1927-02-01 · Heft 2 (Februar 1927) · p. Seite 132

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 2 (Februar 1927)
Article
Schach [Nachricht] / Reti, Richard
Date
1927-02-01
Page
Seite 132 (sequence 1)
Language
German
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132 MENORAH SCHACH Geleitet von Richard R e t i Die folgende Partie ist entschieden die beste, welche der Sieger des Hastingser Turniers dort geliefert hat. Mit größler Präzision und unter Ausnutzung aller sich ergebenden Kombinalionsfinessen versteht Dr. Tartakower es, aus einem unscheinbaren Eröffnungsvorteil den Sieg zu gestalten. W e i ß : ReIi S c h w a r z : Dr. Tartakower 1. Sgl — f3 Sg8 — f6 2. d 2 — d 4 d 7 — d 5 3. c2—-c4 e7— e6 4. Sd 1 — c3 Lf8 — e7 5. Lei — g5 Ii 7 — Ii G Eine Lieblingsfortsetzung Tartakowers, welche hier den Erfolg hat, seinen Gegner zu dem folgenden fehlerhaften Abtausch zu verleiten. 6. Lg.5 X f6 Le7 X f 6 Schwarz hat nun das Läuferpaar erlangt. Dieses bedeutet jedoch keinen Vorteil, wenn die Stellung geschlossen bleibt. Damit hatte Weiß gerechnet und hoffte, den schwarzen Damenläufer eingeschlossen halten zu können. 7. e2 —e3 0 — 0 8. Ddl —b3 .... Weiß greift den Bauern d5 an, da er nicht annimmt, daß Schwarz sich zu dem die weiße Entwicklung fördernden Ab lausch d X c entschließen würde, sondern den Dekkungszug c7 — c6 erwartet, welcher der Partie dauernd geschlossenen Charakter verleihen würde. 8..... d5Xc4! Ohne Scheu vor dem Tempoverlust. In der Öffnung des Spieles liegt das Geheimnis der Auswertung des Läuferpaares. 9. L f 1 X c 4 c 7 — c 5! Fortsetzung der Öffnung. Den Bauern erhält Schwarz leicht wieder. 10. d4 X cf> Sb8 — d7 Weiß könnte nun mit c5 — cG die schwarze Bauernstellung schwächen. Schwarz würde jedoch auf Grund des Zusammenspieles der offenen b-Linie und des Lf 6 in Stellungsvorteil kommen. 11. Sc3 — e4 .... Um nunmehr, da das Spiel geöffnet ist, das schwarze Läuferpaar zu beseitigen. Dadurch erlangt Schwarz nun aber Entwicklungsvorsprung. 11..... Sd7Xc5 12. Se4 X f 6 4- .... Auf 12. S Xc5 folgt Da5 +. 12..... Dd8Xf6 13. Db3 —c2 b7 —b6 14. 0--0 Lc8 —b7 15. Sf3 —d4 Ta8 —c8 16. Dc2 —e2 eG — e5 17. Sd4 — b3 .... Mit seinen letzten Zügen hatte Weiß gehofft, nunmehr zu einer erleichternden Vereinfachung der Stellung zu gelangen, da er auf schwarze Springerzüge durch Lc4 — a(> den mächtigen schwarzen Läufer abtauschen könnte. Aber Schwarz findet hier eine Kombination, welche es ihm gestattet, seinen Positionsvorteil festzuhalten. 17..... bG —b5ü 18. Sb3Xc5 .... Weiß ist zu diesem Abtausch, welcher dem Schwarzen ein Tempo zur Verdoppelung der Türme auf der c-Linie schenkt, gezwungen. Falls nämlich 18. L X c5, so folgt S X b3 19. aXh, DgG, 20. f3, Tc2, oder falls Weiß in dieser Variante 20. e3 — e4 einschiebt, so LXe4 und nach 21. f 3 erst recht Tc2. 18..... TcSXco 19. Lc4 —b3 .... Aus demselben Grunde wie früher darf Weiß auch jetzt nicht b5 schlagen. 19..... a7 —a5 Schwarz greift konzentrisch auf beiden Flügeln an. Weiß hat nun große Schwierigkeiten. Er darf weder Tel, noch Lc2 spielen, da Schwarz mit De6 sofort gewinnen würde. Schlecht wäre auch 20. a4 wegen b5—b 4, drohend LaG. 20. e3 —e4 .... Weiß entschließt sich zu diesem Zug, der die schwarzen Felder schwächt, um wenigstens im Zentrum etwas Halt zu bekommen. 20..... Tf8 — c8 Auf sofortiges a5 — a4 würde Weiß sich mit Lb3 — c2 — d3 ziemlich sicher stellen. 21. Tal — cl 1 .... Plausibler erscheint 21. Tf 1 — d 1. Weiß fürchtete darauf jedoch die folgende Fortsetzung: 21.....Df4, 22. f3. a4 23. Ld5, Tc2 24. DXb5, Dgo (nun könnte Weiß bei der Stellung der Türme auf dl und fl sich mit 25. g3 verteidigen), 25. Dfl (auf 25. g3 folgt jetzt De3+ nebst Df2), LaG und Schwarz gewinnt. 21..... ao — a4 22. Lb3 — d5 Lb7 — a 6 23. Dd2 — e3 bo — b4 24. Tdl — cl Tc5 — c2 25. Tel X c2 Tc8 X c2 26. T f 1 — b 1 .... Eine traurige Notwendigkeit. Auf den ersten Blick erscheint 2G. Tel gut, um nach Txb2 Dank der Beherrschung der offenen c-Linie genügende Kompensation für den verlorenen Bauern zu haben. Schwarz würde je-

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