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Menorah · 1927-02-01 · Heft 2 (Februar 1927) · p. 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 2 (Februar 1927)
Article
Hebräische Autographen von Gelehrten und Schriftstellern in Facsimile
Date
1927-02-01
Page
125 (sequence 1)
Language
German
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Dr. Bernhard ^Wachstein Hebräische Autographen von Gelehrten und Schriftstellern in Facsimile Größtenteils nach den Originalen der Bibliothek der israelitischen kiiltusjjenieindeWien Das Bedürfnis, den Sj)uren großer oder bekannter Menschen nachzugehen, ist in der menschlichen Natur tief begründet. Wir glauben durch das Betreten des Raumes ihrer Wirkungsstätten etwas von dem (.leiste zu erhaschen, der sie beseelte, durch den Besitz eines von ihnen gebrauchten Gegenstandes ihre Lebensäußerungen miterleben zu können. Dies tri d t besonders bei solchen Reliquien zu. die in einem engeren Zusammenhang mit ihren Urhebern stehen, wie es bei Schriftdenkmälern als einer Verkörperung persönlicher Äußerungen der Fall ist. Inwiefern die Sehriflzüge für charakterologische Zwecke herangezogen werden können, möchte ich hier unerörtert lassen. Es erscheint mir unwahrscheinlich, daß an dieser Äußerung der Person alle intellektuellen und Charaktereigenschaften mittätig sind, zumal ja auch die Schrift von der mechanischen Geschicklichkeil des Schreibenden weilgehend beeinllußt wird. Aber auch im bejahenden Falle würden wir eine Bestimmung mit allen hiezu erforderlichen Differenzierungen aus Mangel eines Maßstabes nicht unternehmen können. Wie dem aber auch sei, ein Interesse werden wir an solchen Dingen immer haben, das meist um so größer sein wird, je weiter unser Wissen von den Urhebern reicht. Dies allein wäre schon Grund genug, auch einem weiteren Leserkreise Schriften bekannter Personen vorzuführen. Mich bewegt allerdings bei diesen Mitteilungen ein besonderer Grund, und zwar der. Gelehrten, Sammlern und Bibliotheken Mittel an die Hand zu geben. Handschriften schon von formalen Gesichtspunkten aus auf ihre Urheber hin prüfen zu können. Welche und nicht selten vergebliche Mühe eine solche Prüfung kostet, wissen diejenigen am besten, die jemals mit solchen Dingen zu tun hatten. Die Reihenfolge, in der die Reproduktionen hier und in den folgenden Heften erfolgen, macht auf Systematik keinen Anspruch. Am Schlüsse der Mitteilungen sollen chronologische und alphabetische Verzeichnisse Ordnung in die Materie bringen. Auch sonst igt» Erläuterungen sollen am Schlüsse gegeben werden. Ich hoffe, daß andere meinem Beispiele folgen werden, so daß in absehbarer Zeit vielleicht an ein Tafelwerk aller erfaßbaren hebräischen Autographen wird gedacht werden können.

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