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Menorah · 1927-02-01 · Heft 2 (Februar 1927) · p. 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
5 (1927)
Issue
Heft 2 (Februar 1927)
Article
Achad Haam [Nachricht]
Date
1927-02-01
Page
78 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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UMSCHAU für die Zeit vom 21. Dezember 1926 — 20. Jänner 1927 ACHAD HAAM Sonntag, den 2. Jänner, ist in Tel-Aviv Achad Haam (Uscher Ginzberg) gestorben. Sein Begräbnis gestaltete sich zu einer imposanten nationalen Trauerkundgebung. In allen jüdischen Zentren wurden Trauerfeiern ver anstaltet, die das Andenken des Verblichenen ehrten. Wir haben in diesen Blättern anläßlich des 70. Geburtstages Achad Haams (Heft 9 des IV. Jahrganges) eine Würdigung seines Schaffens veröffentlicht. AUS ALLEN LÄNDERN Der jüdische Philanthrop Nathan Strauß richtete an Henry Ford die Aufforderung, Fords Anschuldigungen gegen das Judentum von einer unparteiischen Kommission prominenter Amerikaner prüfen zu lassen. Ford hat natürlich abgelehnt. — Von den Erben Walter Rathenaus wurden Park und Schloß Freienwalde dem Kreis Oberbarnim geschenkt. — Dem griechischen Parlament gehören zwei Zionisten als Mitglieder an. — Die jüdische Gemeinde in Brasov (Rumänien) beging die Feier ihres hundertjährigen Bestandes. — Lucien Wolf, der Vorkämpfer für jüdische Rechte in allen Ländern, feiert seinen 70. Geburtstag. — Das ungarische Parlament zählt zehn jüdische Abgeordnete, darunter einen Juden, der den „Vereinigten christlichen Parteien" angehört. — Der zweite Kongreß der Zionisten-Revisionisten tagte in Paris. — In der Republik Bolivien wurde ein Jude, Zudik Rothmann, zum Ackerbauminister ernannt. — Im Kiewer Stadtteil Podol wurde eine jüdische Polizeimiliz eingerichtet. — Drei Juden, Prof. van Embden, A. Polak und M. M. Cohen wurden zu Mitgliedern des Obersten Arbeitsrates im Haag ernannt. EREZ JISRAEL In der kommenden Touristensaison werden 12.000 Besucher erwartet. — 250.000 Kisten Orangen heuriger Ernte sind nach England verschifft worden. — Die Arbeiten bei der Freiiegung der historischen dritten Mauer sind unter der Leitung von Dr. Sukenik beendet worden. — Anfang 1927 soll mit den Arbeiten für den Hafenbau in Haifa begonnen werden. — Man schätzt die diesjährige Tabakernte auf 555 Tonnen. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Die jüdische Emigrationsarbeit in der ganzen Welt soll in ein von den drei Gesellschaften Hias, Emigdirect und Ica gebildetes Komitee zusammengefaßt werden. Die ersten Beratungen hierüber haben positive Resultate ergeben. — Die Hauptversammlung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Deutschland hat beschlossen, eine große Aktion zur Ansiedlung jüdischer Landwirte und Gärtner auf eigener Scholle in Deutschland einzuleiten. — Nach den Angaben des russischen Zentralkomitees für nationale Minderheiten leben in der Ukraine 1,760.000 Juden, hievon sind 500.000 Arbeiter, 160.000 Bauern, 600.000 Handwerker, 500.000 Händler. — Der Agro-Joint beabsichtigt, in Rußland 5000 jüdische Familien im Jahre 1927 anzusiedeln. — Nach der Volkszählung 1921 bekannten sich in Polen 2,772.949 Menschen zur mosaischen Religion (12%' der Gesamtbevölkerung). JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Dr. Samson Weisse, der älteste Rabbiner der Berliner Gemeinde, feierte seinen 70. Geburtstag. Zu seiner Ehrung haben die Ge- ATUAi A t> C PUT h1 In1 Größte internationale Kunstwerkstätte für \Jf 1 OlVI/Vlt OVjllir T Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken. — Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Madehrnfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht «—

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