Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1926)
- Article
- Teil des jüdischen Friedhofes in Nikolsburg [Illustration]
- Date
- 1926-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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TEIL DES JÜDISCHEN FRIEDHOFES IN NIKOLSBURG Die Altneuschul von Nikolsburg Von Dr. Alfred \V illraann Schon clor Name .,Nikolsburg'4 erinnert den Kenner jüdischer Geschichte an die hervorragende Vergangenheit dieser altehrwürdigen Judengemeinde, deren Geschichte viele Jahrhunderte zurückreicht und sich schließlich in geheimnisvollem Dunkel verliert. Große Bedeutung erhielt die Gemeinde durch die Institution des mährischen Landesrahhinates, die hier im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts ins Lehen gerufen wurde und durch drei Jahrhunderte bestand. Bedeutende Gelehrte haben im Laute der Zeiten dies Amt bekleidet. Ihr segensreiches Wirken begründete den Weltruf der Gemeinde und ihrer Jeschibah (Talmudhochschule). Hier lehrte der „hohe Rabbi Lö\vfcl, an dessen Namen sich manche Sage knüpft, R. Lipmann Heller, Verfasser der ,,Tosa phot Jomtob", und R. Menachem Mendel Krochmal (1648), dessen Responsen ,,Zemach Zedek" von seiner eminenten Gelehrsamkeit zeugen. Von den Nachfolgern im Landesrabbinate sei erwähnt: R. David Oppenheim aus Worms, NelTe des bekannten Samuel Oppenheinier, R. Gerson Pullitz, nachmals Rabbiner von Metz und Verfasser des Abodath haggerschuni und Chiddusche haggerschuni, der Kabbaiist.