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Menorah · 1926-01-01 · Heft 12 (Dezember 1926) · p. Seite 665

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 12 (Dezember 1926)
Article
[Nachricht]
Date
1926-01-01
Page
Seite 665 (sequence 2)
Language
German
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UMSCHAU 665 wogen Tod oder Arbeitsunfähigkeit bei Betriebsunfällen wurde unlängst veröffentlicht. — Für die Sladl und Umgebung Jerusalem wurde ein selbständiger Verwaltungsdistrikl geschaffen. — Die Palästina-Regierung hat der Shielt Tel-Aviv eine Anleihe von 50.000 Pfund bewilligt. — In der Antwort der britischen Regierung an die Mandatskommission wird der Antrag der Mandatskommission, die Pelitionäre auch persönlich anzuhören, als schwere Unzulräglichkeil bezeichnet. — Präsident Masaryk wird in diesem Winter Palästina besuchen. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Der Zentralwohlfahrtsslelle der deutschen Juden wurde für die Errichtung der Sondergruppe „Hygiene der Juden" auf der „Gcsolci" die Goldene Ausslellungsniedaille verliehen. — Mr. Bernhard Baron (London) hat für den Keren Hajessod neuerlieh 25.000 Pfund, zusammen sohin 50.000 Pfund, in diesem Jahre gespendet. — In Budapest wurde ein neues israelitisches Mädchenwaisciihaus eröffnet. — In Konstnnlinopel sind mehr als 2000 jüdische Schüler ohne Unterricht, da mangels finanzieller Mittel ein Teil der jüdischen Schulen nicht eröffnet werden konnte. — In Chikago fand eine internationale Konferenz für die vereinigte jüdische Campagne des Joint statt. — Dem Bericht über die Rußlandkolonisalion de Agro-Joinl ist zu entnehmen, daß bisher 7000 jüdische Familien in landwirtschaftlichen Siedlungen ansässig gemacht wurden. Das neue Siedlungsland muß erst durch Enlsumpfung urbar gemacht "werden. — In Po- Jen existieren 273 Darlehenskassen mit 35.000 Mitgliedern, die von Iea-Joinl-Foundation finanziert werden. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Senator Zirelsohn, Oberrabbiner von Bessarabien, feiert sein SOjähriges Amtsjubiläum. — In Berlin starb plötzlich Rabbiner Dr. Marcus Petuchowski, bekannt: durch seine Mischna-Übersctzung. — Rabbi Issach ar Dow Rokcach, der „Beizer Rebbe'S einer der bekanntesten Vertreter der Chassidim-Führer in Galizien, starb im Alter von 74 Jahren. — In Linz verstarb der gewesene Orlsrabbiner Moritz Friedmann. — Bei New York wird die Gründung einer Siedlung Sabbalhville geplant, für Juden, die die Sabbatvorschriflen sirenge hallen wollen. — In den vereinigten Synagogengemeinden Englands wurde die Einführung des Frauenslimmrechles abgelehnt. WISSENSCHAFT UND KUNST Der hervorragende Altphilologe Hof rat Prof. Dr. S. Frankfurter, der verdiente Direktor der Wiener Universitätsbibliothek, feierte seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist als Förderer aller kulturellen Bestrebungen der Wiener jüdischen Gemeinde hoch angesehen. — Die Amlsdirekloren der Wiener Israelitischen Kullusgemeinclc, Dr. Adler und Guido Fuchsgelb, sowie der Leiter der Bibliothek, Dr. Bernhard Wachslein, Autor mehrerer Werke zur Geschichte der Juden in Wien und in Eisenstadl, erhielten den Titel eines Regierungsrales. — Bei dem Wettbewerb der Wiener Israelitischen Kullusgemeinde um die künstlerische Ausgestaltung des jüdischen Kriegerfriedhofes in Wien erhielt Architekt Leopold Ponzen den ersten Preis. — In das Budget der jüdischen Gemeinde Warschau wurden 300.000 Zloty (zirka 120.000 Mark) für die Förderung von Kullurzwecken aufgenommen. — Die Bibliothek des verstorbenen Philosophen Gregor Ilelsohn wurde für die Jerusalemer Universitätsbibliothek erworben. — Vor kurzem jährte sich der 20. Todestag des mährischen Dichters J. J. David. — Der Schauspieler Alexander Moissi beabsichtigt, im Frühjahr in Palästina in den Arbeitersiedlungen Vorträge zu hallen. — Univ.-Prof. Harry Breßlau, ein berühmter Historiker und treuer Jude, starb im Aller von 78 Jahren. — Der Bariton Josef Schwarz, Mitglied der Berliner Slaalsoper, ist plötzlich gestorben. — Prof. James Franck in Güttingen erhielt den Nobelpreis für Physik. — Prof. Minz, Mitglied des ersten lettischen Kabineties, erhielt den höchsten lettischen Staatsorden. — Moritz Heimanns Drama „Das Weib des Akiba" wurde in Kiel zum erstenmal aufgeführt.

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