Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1926-12-01 · Heft 12 (Dezember 1926) · p. Seite 722

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 12 (Dezember 1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 722 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2912821-2912853-2912865--04048-2918740
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

722 HOTELS UND PENSIONEN — UNTERRICHTS ANSTALTEN .LITE HOTEL ZÜRICH GARAGE HUGO E.PRAGER ZÜRICH Zentral und ruhig Alle Zimmer mit fließendem Wasser eingerichtet Bestempfohlenes Haus Mäßige Preise Durch einen Zufall kam gerade der Fabriksbesilzer zum Amtmann zu Besuch. Dieser Mann hatte vor dreizehn Jahren groI3es Unglück. Seine Frau starb bei der Geburl eines Kindes und bald darauf verschwand auch das Kind. Der Mann, der ein frommer Jude war, konnte es nicht begreifen, warum Gott gerade ihn so hart geschlagen habe. Als er zum Amtmann kam, fand er diesen gerade mit dem kleinen Zigeuner beschäftigt. Der Mann konnte sich nicht genug darüber wundern, wieso ein so schöner und feiner Knabe unter die Zigeuner käme. Plötzlich schrie es in ihm: „Das ist dein Sohn! Ist er nicht auch gestohlen worden?" Schwer atmend stand er auf und sagte: „Herr Amtmann, das ist mein Sohn." „Ihr Sohn," rief der Amtmann erstaunt aus, ,,wieso wissen Sie das?" „Ich erkenne ihn an einer Narbe, die er als kleines Kind bekam, als er einmal niederfiel. „Wie alt bist du?" fragte er den Jungen. „13/4 Jahre", antwortete dieser. „Mein Sohn, du bist mein Kind, mein Jakob", jubelte der Fabriksbesitzer und schloß ihn in die Arme. Der kleine Jakob wurde, als er ein halbes Jahr alt war, von Zigeunern geraubt und ihm das Seiltanzen gelehrt. Eine Fügung Got'.es ließ ihn fliehen und in der Fabrik seines Vaters schlafen. Fortan lebte der Fabriksbesitzer und sein Sohn in ungestörtem Glücke. V-t—Inlnriln i 1 * A —1—1—'-ml t-In-J-nlnnl..l. ..I ■ .Bmj TTTTTTTTtttTtTTTTTTTtttTTYX | Konstanz a. B, | | Töchterpensionat Wieler f i Gründliche wissenschaftliche, häus- % X liehe und gesellschaftliche Aus- J j. bildung. Beste Verpflegung und 4. gesunder Aufenthalt. Telephon 178 1 af ■ af a a|a a^a af« >f w\a afa afa aja afa af« af» «f af af«. >f-«f> «fajafwafa >^m afa SamsonscMe in Wolfenbüttel staatlich anerkannte Realschule mit Schülerheim (gegründet 1786) Kleine Klassen — Rituelle Verpflegung Unterrichtsbeginn nach den "Winterferien am Donnerstag den 6. Jänner I9i<5 Lausanne - Schweiz Israel. Töchter-Pensionat SEVIGNE Mmes. M. Bloch, ofücier d'Academie und B. Bloch Angesehene israelitische Familie (nicht rituell) in Wiesbaden nimmt mehrere junge Ppncirkn Mädchen aus gutem Hause in * CiiaiUIl zwecks gründlicher Erlernung des Haushaltes, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fortbildung. Erstklassiger englisch-französ-'scher Unlerricht. — Frau Emmy Wolfsohn, Wiesbaden, Deutschland, Uhlandsira&e 16 Mari) Gideon, Wien ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin I Lausanne (Suisse) | | Israel. Töchter-Pensionat j 1 Levy Hauser Av. Rambert j fllllllllllllllllllMIIM llllltlltlllllllMIIIIIIIIIIIIIIIIIMUt Herausgeber Dr. Norbert Hoffmann, Eigentümer und Verleger H ab rith - V er 1 ags ge s e lisch a f t m.b.H., sämtlich Wien, I., Zelinkagasse 15. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, IV., Rainergasse 25. Druck der Waldheim-Eberle A. G. (verantwortl.: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3—11.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.