Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 11 (November 1926)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 609 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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UMSCHAU 609 Djedda wurde eine Kolonie von Juden aus Jugoslawien gegründet. — Das Gesetz über die Autonomie der palästinensischen Gemeinde wurde veröffentlicht. WANDERUNG UND SOZIALE HILFE Prominente französische Juden befürworten in der Presse die Ansiedlung von jüdischen Flüchtlingen sowie der portugiesischen Marannen in Südfrankreich. — Nach einer Veröffentlichung in der „Jüdischen Emigration" sind in den Jahren 1881 bis 1925 zirka 3% Millionen Juden aus Osteuropa ausgewandert, hievon zirka 2 Millionen (81%) nach Amerika und nur 155.000 (4-2%) nach den westeuropäischen Staaten. Auf Grund der Ziffern ergibt sich, daß in den Jahren 1908 bis 1925 der zehnte Teil der europäischen Judenheit nach Amerika ausgewandert ist. — Joint sorgt für die Anschaffung von warmen Kleidern für die jüdischen Schulkinder in Polen. — 170 jüdische Flüchtlinge, die in Southampton wegen Nichterhalt der Erlaubnis zur Einwanderung nach Amerika geblieben waren, erhielten vom englischen Innenminister die Erlaubnis, sich in London niederzulassen. — Nach MitteUung Prof. Schneersohn ist die Zahl anormaler Kinder in den Oststaaten seit dem Kriege bedrohlich gewachsen. Das Verhältnis beträgt zirka 6 bis 7%. — Die in den letzten Jahren in Mexiko eingewanderten jüdischen Flüchtlinge sind im Begriffe eine Kehilla zu organisieren. — Die Kontrolle der jüdischen Palästinaeinwandemng soll der arabischen Landespolizei übertragen werden. — Die Wiener israelitische Taubstummenanstalt mußte aus Geldmangel geschlossen werden. — Im Oktober beginnt in New York eine Konferenz des Verbandes Ort, von der eine neue Finanzierung der Tätigkeit erwartet wird. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER Die israelitische Gemeinde in Budapest verbot den Professoren am jüdischen Gymnasium den Unterricht der hebräischen Sprache. — In der Londoner liberalen Synagoge hielt eine Frau die Predigt am Jörn Kippur. — Rabbi J. N. Kark (Kowno) übersiedelte zu ständigem Aufenthalt nach Palästina. — Oberrabbiner von Wien Dr. Z. P. Chajes vollendete am 25. Tischri sein 50. Lebensjahr. — Die „Goldschmidf'-Schule in Konstantinopel darf nicht mehr eröffnet werden. — Nach der Kiewer Synagoge wurde die Synagoge in Pultawa an einen Arbeiterklub übergeben. — In Paris hat sich eine russisch-jüdische Gemeinde begründet. WISSENSCHAFT UND KUNST Max Liebermann (Berlin) wendet sich in einem Artikel an die jüdischen Künstler, durch Gestaltung des Versöhnungsgedankens der Verhetzung auf allen Gebieten entgegenzuarbeiten. — Die hebräische Tageszeitung ,.Hazefirah" (Warschau) beginnt wieder zu erscheinen. — Das Moskauer hebräische Theater Habimah gastiert in Berlin mit großem Erfolg. — An der Prager Universität wird Neuhebräisch vom praktischen literarischen Standpunkt aus gepflegt. — Zu Beginn 1926 zählte man in den Vereinigten Staaten 98 jüdische Zeitungen und Zeitschriften. — In New York wurde eine Trauerfeier für Israel Zangwill abgehallen, an der 3000 Personen teilnahmen. — Die Sowjetregierung hat der Mutter des durch Selbstmord geendeten Schriftstellers Andrej Sobol eine Pension ausgesetzt. — An dem Turnier des schlesischen Schachkongresses nahm der 17jährige Schüler Foerder aus Breslau mit großem Erfolge teil. — Prof. Carl Lewin wurde 50 Jahre alt. — In Czernowitz soll ein jüdisches Museum begründet werden. — Das jüdische „Lemberger Tageblatt" hat sein Erscheinen eingestellt. — Aus Jerusalem kommt ein Bericht über einen in Zentralarabien lebenden jüdischen Beduinenstamm, Haibar, von dem auch Max Brod im Roman ,,Reubeni'* erzählt. Wir benötigen zwecks Komplettierung ganzer Jahrgänge Einzelexemplare der Nr. 1,1. Jahrg.; Nr. 2, II. Jahrg.; Nr. 2, IV. Jahrg. und vergüten für jedes Heft Mk. 1.—. Vorbestellungen auf Einbanddecken für den IV. Jahrgang werden bereits angenommen. Die Verwaltung der „Menorah".