Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Inhalt
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1926-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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UMSCHAU für die Zeit vom 21. August 1926 — 20. September 1926 AUS ALLEN LÄNDERN In Genf fand ein Kongreß der Minderheitsvölker statt, an dem die jüdischen Minderheiten in den Oststaaten offiziell vertreten waren. Dem Präsidium der Konferenz gehört der Präsident des zionist. A. G. Leo Motzkin an. — In der Septembertagung des Völkerbundrates wurden die Berichte der Mandatskommission für Palästina genehmigt. — In Nürnberg starb der Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde Geheimer Justizrat Dr. Held. — In einem Städtchen Polens kam es zu einem Ritualmordtumulte, bei dem eine Anzahl jüdischer Bürger verwundet wurden. — Die Mischehen in Ungarn machen 10'5% der jüdischen Ehen aus. In Rußland bewegen sie sich zwischen 5% und 10%. — Die Chebra Kadischa von Groß-Berlin veranstaltete gemeinsam mit den jüdischen Verbänden auf dem Friedhofe Weißensee eine Feier zur Erinnerung an die im Weltkriege gefallenen 12.000 jüdischen Kämpfer. — In Charleroi (Belgien) zählt man 2500 jüdisch-polnische Arbeiter, von denen ein Teil im Bergbau, der größere in Metallfabriken arbeitet. — Auf dem Friedhofe in Klagenfurt (Österreich) wurde eine Gedenktafel für die gefallenen jüdischen Soldaten enthüllt. — In Rumänien verstarb eine Jüdin im Alter von 123 Jahren. — Die südafrikanische Regierung hat in einem Kabinettsbeschluß sich für die Förderung der Errichtung einer jüdischen Nationalheimstätte in Palästina ausgesprochen. — Der Magistrat in dem Städtchen Rawicz (Polen) hat die dortige Synagoge und das gesamte jüdische Gemeindevermögen beschlagnahmt und die jüdische Bevölkerung gehindert, den Gottesdienst abzuhalten. — Der Mordprozeß Schröder in Magdeburg brachte die vollständige Rehabilitierung des unschuldig verhaftet gewesenen jüdischen Fabrikanten Haas. — Die chinesische Behörde in Charbin hat die Bestätigung des Statuts der dortigen jüdischen Gemeinde abgelehnt mit der Begründung, daß eine jüdische Gemeinde einen Staat im Staate bilden würde und verfügte gleichzeitig die Schließung der dortigen noch aus der zaristischen Zeit bestehenden Kulturgesellschaft. — Der Verband der Schochtim in New York plant einen Streik, wenn seine Lohnforderungen nicht erfüllt werden. EREZ JISRAEL Die Wiederkehr des 100. Geburtstages von Charles Netter, dem Begründer der landwirtschaftlichen Schule in Mikweh Israel, wurde in Jaffa feierlich begangen. — In Tel- Aviv wurde eine lokale Hypothekenbank gegründet. — Ein Leipziger Industrieller hat die Schokoladefabrik Ranaan erworben, um den seit längerer Zeit eingestellten Betrieb wieder aufzunehmen. — Die Seidenfabrik Delfiner wird nach Beseitigung der hohen Einfuhrzölle den Betrieb wieder aufnehmen. — In Palästina gab es im Juli zirka 9000 jüdische Arbeitslose. — Im Laufe des August sind 905 Personen eingewandert, dagegen betrug die Rückwanderung im Juli 603 Personen. — Die Londoner Firma Jackson hat ihre geplante Beteiligung an der Ausnützung der Mavromatis Konzession zur Versorgung Jerusalems mit Wasser und elektrischem Strom endgültig abgelehnt. — Bei den von der palästinensischen Verwaltung geförderten Ausgrabungen in Jerusalem wurde ein großes Stück der dritten Mauer (Agrippa), sowie die Reste eines byzantinischen Palastes freigelegt. — (^TTf-ITV/f \ jO Cl^UTITT? Größte internationale Kunstwerkstätte für V-/ J. L llVJL/mXV v3 V^jnLll JL Perücken, Scheitel und Transformationen Wien, I., Kärntnerring 6, gegenüber dem Hotel Bristol liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. —— Spezi alität: Brautscheitel, diese werden der Madchenfrisur mit verblüffender Tauschung nachgemacht 1