Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Inhalt
- Article
- Die dem Judentum entstammende bulgarische Zarin Theodora (1335-1355) mit ihrem Gatten und ihren Söhnen [Illustration]
- Date
- 1926-10-01
- Page
- Seite 506 (sequence 1)
- Language
- German
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ZU UNSEREN BILDERN 506 gung gegen die vordringenden Araber. Jüdisches Blul isl nachweisbar u. a. in den Adern der Arpaden, Przemysliden, Luxemburger, Habsburger, Jagelloncn und Wilhelms II. ZU SEITE 598. POGROM IN ITALIEN. Zur Illustrierung bringen wir aus romanischer Gegend einen Überlall auf ein Ghetto. JAKOB EMDEN (S. 602) UND JAKOB FRANK spielen, beide auf einander cnlgegengeselzen Seilen, in der Geschichte der Kabbala und des Chassidismus bedeulende Hollen. DER K AB BALI ST S. 603. Nach der Sage verursachte Rabbi Naftaü ha-Kohcn durch ein kabbalistisches Experiment den verheerenden Brand in der Frankfurier Judengasse im Jahre 1711. Nach Horovilz, Frankfurter Rabbiner II, 60, trug vielmehr die Fahrlässigkeit eines im Hause des Rabbiners wohnenden Flickschneiders die Schuld. ZU DEN POLNISCHEN TRACHTEN UND „TASCHLICH". Der polnische Jude trägt nach altpolnischer Nationalmode (oder etwa die aus Deutschland mitgebrachte Tracht?) noch heute den durch einen Gurt zusammengehaltenen langen Rock, in der wärmeren Jahreszeit die leichlere ,,Bekesche" (polnisch bekesza Mantel, „Pekesche" in „Hermann und Dorothea"), in der rauheren die wärmere „Sehubilze" (polnisch jubica), darüber an Festen den seidenen „Chalat" (polnisch chalat — Staubmantel, Obergewand), auch „Radziwulka" (vom Fürsten Radziwill hergeleitet) genannt, auf dem Haupte ein samtnes Käppchen (Jarmulka), darüber den „Spodek" (polnisch Untertasse, hohe, oben mit Plüsch besetzte Pelzmütze) oder den „Kolpak" (aus Zobel) an Wochentagen, an Die dem Judentum entstammende bulgarische Zarin Theodora (1535—1555) mit ihrem Gatten und ihren Söhnen Aus: Svornik Narodni Umutvorenia 1892 Sabbalen und Festen das „Slreimel" (polnisch slroj Galakleidung), der des Rabbiners isl mit 13 Zobelschwüjizen besetzt. Auch die Bachurim tragen eine Zobclmütze. Das Gewand wird nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links geknöpft. Auf dem Leibe zog man in Litauen das „Leibel", den Leibkaftan, und die „Saleschke" (polnisch zakizka — Brusttuch, Weste) an. Die Unterbeinkleider sind aus Nanking. Als Fußbekleidung dienen Pantoffel oder „Schieb" (Schuhe), nicht, wie heute in Polen, Stiefel. Der Chassid trägt die Chabadnize. Über die Tracht der Frauen vergl. Jahrbuch für jüdische Volkskunde 1923, S. 333. Der Herausgeber.